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Nahost

Das heimliche Heer

Die USA und Großbritannien setzen neben Hightech-Waffen auch auf hochgerüstete Kämpfer. Beim Vormarsch auf Bagdad dürften die Spezialeinheiten des Militärs und des US-Geheimdienstes CIA eine wichtige Rolle spielen.

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US-Eliteeinheit: die Marines

Army Rangers

Die Kämpfer im 75. Ranger-Regiment sind meist die ersten, die in ein Kriegsgebiet geschickt werden. Sie springen mit dem Fallschirm ab und kapern zum Beispiel feindliche Flughäfen – auch nachts. Die Ranger sind für Operationen in arktischem Gebiet ebenso ausgebildet wie für Dschungel-, Wüsten- und Gebirgseinsätze. Innerhalb von 18 Stunden sollen sie überall auf der Erde einsetzbar sein. Das Training ist hart: Unter anderem müssen Ranger mit verbundenen Augen vom Drei-Meter-Brett in einen Pool springen, die Augenbinde unter Wasser lösen und zum Ufer schwimmen, ohne Ausrüstung zu verlieren. Schon im Vietnam-Krieg wurden Ranger eingesetzt.

Delta Force

Genau genommen heißt die Einheit "First Special Forces Operational Detachment-Delta". Sie wurde 1977 als Anti-Terror-Truppe der US-Armee gegründet und ist darauf spezialisiert, Geiseln zu befreien. Die Männer gelten als Spezialisten für den Nahkampf.

Green Berets

Die Berets (eigentlich "Army Special Forces Airborne") sind darauf ausgerichtet, im feindlichen Hinterland zu operieren. Sie haben eine besondere Anti-Terror-Ausbildung und beherrschen mindestens eine Fremdsprache. Außer dem Kampf nutzen Green Berets auch psychologische Kriegsführung, sie trainieren unter Umständen auch einheimische Rebellen. Im letzten Golfkrieg 1991 haben sie irakische Ziele für Angriffe der Alliierten ausfindig gemacht. Gegründet wurde die Einheit in den 60er Jahren von US-Präsident John F. Kennedy.

Navy Seals

Seals

US Navy Seals

"Seal" steht für "Sea, Air, Land" – also Wasser, Luft, Boden. Die Seals gehören zur US-Marine, werden aber auch für Sabotage-Operationen an Land ausgebildet; mit einem harten Lernprogramm: Angeblich müssen Seals gefesselt schwimmen können. Sie benutzen kleine Schlauchboote oder Mini-U-Boote. Vorläufer der Seals sind die "Froschmänner", die im Zweiten Weltkrieg die Landung der Alliierten in der Normandie vorbereiteten.

Marines

Die Marines (auch als Ledernacken bekannt) umfassen etwa 170.000 Mann, gelten aber trotzdem als Elitetruppe. Sie verfügen über schwere Waffen aller Art – für Angriffe sowohl zu Land als auch zu Wasser oder aus der Luft. Zum Arsenal gehören zum Beispiel Panzer, Schiffe und Raketen. Marines waren schon im Ersten Weltkrieg im Einsatz.

Night Stalkers

Das 160. "Special Operations Aviation Regiment" konzentriert sich auf nächtliche Angriffe im Tiefflug – etwa mit Hubschraubern, die mit Infrarotkameras und Hightech-Waffen ausgerüstet sind.

Special Operations Group (SOG) des CIA

Der US-Geheimdienst CIA (Central Intelligence Agency) unterhält seit kurzem eine eigene Eliteeinheit, die Unterabteilungen für Boden-, Wasser- und Lufteinsätze hat. Die CIA-Truppen sollen beispielsweise Atomanlagen sabotieren und vor allem im Irak Ziele für US-Bomber ausspähen und Netzwerke aufbauen, damit abgeschossene amerikanische Piloten versteckt werden können. Aber auch fürs Kämpfen in Kleingruppen werden die SOG-Mitglieder ausgebildet. Sie können auch unbemannte, aber mit Raketen bestückte Flugzeuge (Drohnen) einsetzen.

Royal Marines

Die britischen Elitesoldaten der Royal Marines waren bereits während des Golfkrieges 1991 im Nordirak im Einsatz. Die Einheit Royal Marine wurde 1942 während des Zweiten Weltkriegs geschaffen. 1944 waren die Elitesoldaten bei der Landung in der Normandie dabei. Premierminister Winston Churchill wollte damals eine besonders ausgebildete Truppe, die den Feind "mit Terror überziehen" könne. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Truppe 25 Jahre lang im Mittelmeerraum und im Fernen Osten eingesetzt. Auch im Falklandkrieg waren die Royal Marines dabei. Die britischen Elitesoldaten dienten auch in Bosnien, Kongo, Kosovo und Kuwait. Während des Afghanistan-Krieges sollten sie helfen, den islamischen Fundamentalistenführer Osama Bin Laden aufzuspüren. Die am Freitagmorgen (21.3.2003) bei einem Hubschrauberabsturz im Irak getöteten britischen Soldaten gehörten den Royal Marines an.

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