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Kultur

Das erste Mal – Thomas Sieben

Ganz schön aufregend so eine Berlinale. Vor allem wenn man sein Debüt vor Weltpublikum zeigen darf. Und der eigene Film dann auch noch als Eröffnungsfilm der Berlinale-Reihe "Perspektive Deutsches Kino" läuft.

Foto von Regisseur Thomas Sieben (Foto: DW)

Plötzlich im Mittelpunkt: Jungregisseur Thomas Sieben

Auf all das kann der junge Regisseur Thomas Sieben stolz sein, auch, weil er nicht von einer Filmhochschule kommt und "Distanz" ganz ohne Fördergelder finanziert hat. "Distanz" eröffnete die Sektion "Perspektive Deutsches Kino", die den heimischen Film auch ausländischen Besuchern einen Überblick geben soll über unkonventionelle junge Filme.

In seinem Spielfilmdebüt zeigt Sieben den jungen Gärtner Daniel, der im Botanischen Garten Berlins arbeitet. Immer wieder übt er wahllos Gewalttaten aus. Mal schmeiß er große Pflastersteine von Autobahnbrücken runter, mal erschießt er mit einem geklauten Jagdgewehr Jogger im Park. Der Zuschauer erfährt nichts über die Vergangenheit Daniels, über Mögliche Motive des eigentlich ganz sympathischen Mannes, bekommt keine psychologischen Erklärungsmuster mit auf den Weg. Ein Film, der verstört und sicher auch viele Zuschauer ratlos aus dem Kino entlässt.

Jochen Kürten hat Thomas Sieben auf der Berlinale getroffen und mit ihm über seinen Film und das Gefühl - plötzlich im Mittelpunkt einer wichtigen Berlinalereihe zu stehen - gesprochen.

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