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Musik

Das erste Album der Rolling Stones

Schlicht formuliert war vor 50 Jahren der Titel des Debütalbums der jungen Band: "The Rolling Stones". Von den zwölf Songs war bereits ein späterer All-Time-Klassiker dabei, der Album-Opener "Route 66".

Bis zur Veröffentlichung ihres Debütalbums im April 1964 hatten die Rolling Stones in der Urbesetzung Mick Jagger, Brian Jones, Keith Richards, Charlie Watts und Bill Wyman bereits drei Singles und einen Extended Play ("EP") auf den Markt gebracht. Zumindest im heimatlichen England zeigte der Weg in den Hitparaden nach oben. "Not fade away" war immerhin schon ein Top-3-Single-Hit in England - wurde als Album-Titel allerdings nur auf der US-Version des Debütalbums veröffentlicht.

Cover des ersten Albums der Rolling Stones (Foto: Universal Music)

Das Erstlingswerk der "Stones"

Das Gegenkonzept

Anders als die Beatles, die 1964 als "Pilzköpfe" bereits auf dem Weg zum Phänomen waren, sollten die Rolling Stones von ihrem damaligen Manager Andrew Loog Oldham - ehemaliger Pressesprecher der Beatles - eher als "Bad Boys" und damit als Gegenkonzept zu den Fab Four aufgebaut werden. Aus heutiger Sicht durchaus belustigend, agierten die Stones bei ersten TV-Auftritten doch bestenfalls ungelenk und keinesfalls "bad".

Ebenfalls anders als bei den Beatles, setzte das Management der Band bei den Rolling Stones von vornherein auf eine starke USA-Präsenz. Auch dort hatten die Liverpooler die Tür für Musik aus England ganz weit aufgestoßen und Jagger & Co beeilten sich, den Fuß in die Tür zu bekommen. Dies wird auch bei der Auswahl der zwölf Songs des Debütalbums der Rolling Stones sichtbar: Ganze neun Coverversionen aus dem Bereich des amerikanischen Rhythm & Blues stehen nur drei Eigenkompositionen gegenüber.

Die ersten Schritte

Auch das heute legendär erscheinende Songwriter-Duo Jagger/Richards zeigte schon die ersten Versuche. Anders als heute, wo die beiden eher durch geniale Einfachheit in den Riffs bestechen, waren sie damals aber noch erkennbar auf der Suche. Und so ist die erste verbriefte Jagger/Richards-Komposition ausgerechnet eine Art Pop-Nummer, recht seicht auf jeden Fall: "Tell me".

The Rolling Stones bei einem Auftritt in einer TV-Show 1964 (Foto: Getty Images)

"Ready Steady Go" - die TV-Show als Sprungbrett

Aufgenommen wurde das Debütalbum der Rolling Stones vor fünfzig Jahren auf einem Zweispur-Tonband. Aus heutiger Sicht eigentlich unvorstellbar, denn in modernen Songs können leicht auch mal über einhundert Spuren belegt werden. Doch damals – als die Originalplatte "The Rolling Stones" zumindest in Europa noch in Mono erschien, auf der Höhe der Zeit. Aufgenommen wurde rund zehn Tage lang in den Regent Sound Studios in London, einem kleinen Hinterzimmer mit Eierkartons an der Wand.

Später fanden auch The Who, The Kinks, The Yardbirds und andere den Weg dorthin.

Basis der Weltkarriere

Der Erfolg ihres Debütalbums, das die Rolling Stones vor einem halben Jahrhundert veröffentlichten, gab der Band Auftrieb. In England war es ihr erstes Nummer-Eins-Album und blieb fast ein Jahr in den Hitparaden. In Deutschland kletterte "The Rolling Stones" auf Platz zwei und in den USA erreichte die Platte eine gute elfte Position in den Charts. Der Grundstein für eine unvergleichliche Weltkarriere, die bis heute andauert. Mit mehreren hundert Millionen verkaufter Einheiten, die die Rolling Stones zu einer der erfolgreichsten Bands überhaupt machen.

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