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Sport

Das Ende eines großen Traums

Alles hatte so gut begonnen, aber dann ist Sabine Lisicki im Halbfinale in Wimbledon doch ausgeschieden. Die Deutsche unterlag Maria Scharapowa aus Russland mit 4:6 und 3:6. Im Doppel ist sie dagegen noch im Wettbewerb.

Sabine Lisicki schlägt eine Vorhand im Spiel gegen Maria Scharapowa (Bild: AP)

Nach einer Viertelstunde, die Sabine Lisicki und Maria Scharapowa auf dem Centre Court in Wimbledon absolviert hatten, trauten die Zuschauer ihren Augen nicht. Die Außenseiterin aus Deutschland hatte die Möglichkeit, mit 4:0 in Führung zu gehen. Ihren Spielball aber vergab sie, Scharapowa erkämpfte sich den Punkt, dann das Spiel, den Satz und letzlich auch die ganze Partie. Denn ab diesem Zeitpunkt lief bei Sabine Lisicki nicht mehr viel zusammen. In dem Maße, in dem die Weltranglistensechste aus Russland ihren eigenen Aufschlag unter Kontrolle brachte, unterliefen der 21-Jährigen aus Berlin immer mehr leichte Fehler.

Maria Scharapowa beim Aufschlag (Foto:AP)

Waffenscheinpflichtiger Aufschlag: Scharapowa trieb Lisicki mit ihrem Service zur Verzweiflung

Eine realistische Chance auf den Einzug ins Finale hatte Lisicki, die Nummer 62 der Weltrangliste, nicht mehr. Nach 1:27 Stunden beendete Scharapova, die das Turnier 2004 schon einmal gewonnen hatte, die einseitige Begegung. Für Sabine Lisicki war es dennoch der bislang größte Erfolg ihrer Karriere. Als erste Deutsche seit zwölf Jahren hatte sie die Runde der besten Vier erreicht - nach überraschenden Siegen über die Top-Ten-Spielerinnen Li Na aus China und Marion Bartoli aus Frankreich.

Trost im Doppel

Sabine Lisicki hat aber im Doppel noch die Chance auf den großen Wurf. Nur wenige Stunden nach ihrem Aus im Einzel gewann sie mit Samantha Stosur aus Australien ihr Viertelfinale gegen Nadia Petrova/Anastasia Rodionova (Russland/Australien) mit 7:5, 1:6, 6:1. Die Aufgabe im Halbfinale klingt durchaus machbar: Mariana Erakovic aus Neuseeland und Tamarine Tamasugan aus Thailand heißen die Gegnerinnen.

Tschechisch-russisches Duell im Finale

Maria Scharapowa trifft im Endspiel nun auf die Tschechin Petra Kvitova, die im ersten Halbfinale Wiktoria Asarenka aus Weißrussland mit 6:1, 3:6 und 6:2 bezwungen hatte. Für Kvitova ist es die erste Teilnahme am Endspiel eines Grand-Slam-Turniers. Scharapowa ist gewarnt. Nach ihrem Sieg über Sabine Lisicki beschrieb sie ihre Finalgegnerin als "trickreiche Spielerin, Linkshänderin mit gutem Aufschlag", schloss dann aber mit den Worten: "Ich bin zuversichtlich".

Autor: Tobias Oelmaier
Redaktion: Stefan Nestler