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Fußball

Das Achtelfinale im Visier

Die Vorzeichen in der Champions League könnten für die drei Bundesligisten kaum unterschiedlicher sein: Während Bayern schon durch ist, kämpft Schalke um das Weiterkommen – Werder hilft nur noch ein Wunder.

Raúl jubelt über sein Tor (Foto: Pressefoto ULMER/Bjoern Hake)

Raúl will Schalke ins Achtelfinale schießen

Drei Mannschaften haben es schon vorzeitig in das Achtelfinale der Champions League geschafft: FC Chelsea, Real Madrid und Bayern München. 14 Teams könnten ihnen am fünften und somit vorletzten Gruppenspieltag folgen. Darunter ist auch der FC Schalke. Mit sieben Punkten nach vier Spielen steht Schalke vor dem Heimspiel gegen Olymique Lyon auf Platz zwei der Tabelle. Lyon hat neun Punkte gesammelt und führt die Gruppe B an. Sollte Schalke gewinnen und gleichzeitig Benfica Lissabon, das mit sechs Punkten auf Platz drei steht, verlieren, wären die Königsblauen auch noch im nächsten Jahr in der Königsklasse vertreten. Rückenwind dürften die Schalker, für die es in der Bundesliga bisher katastrophal lief, aus dem 4:0-Heimsieg gegen Werder Bremen mitbringen. Gleich drei Treffer steuerte der überragende Spanier Raúl bei, der sich in der Königsklasse an die Spitze der ewigen Torjägerliste gesetzt hat. "Für die Seele war es wichtig, zu Null zu spielen und vier Tore zu machen", gab Verteidiger Christoph Metzelder zu. "Man sieht schon, wenn wir Selbstvertrauen haben, was wir auch für große fußballerische Qualität haben."

Bayern nach Startrekord weiter

Die Mannschaft des FC Bayern jubelt (Foto: AP Photo/Matthias Schrader)

In der Bundesliga Mittelmaß, in der Champions League auf Kurs: Rekordmeister Bayern

Schwankende Leistungen zeigte in dieser Saison der deutsche Rekordmeister Bayern München. In der Liga hinkt die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal noch weit hinter ihren Ansprüchen hinterher. In der Champions League dagegen haben sich die Bayern mit vier Siegen aus vier Spielen hat ins Achtelfinale gespielt – wenn auch so manches Mal nicht gerade souverän. Ihren Startrekord verdanken sie vor allem Mario Gomez. Der Nationalstürmer schoss beim entscheidenden 4:1-Sieg über CFR Cluj drei Tore und damit die Bayern quasi im Alleingang in die nächste Runde. Dorthin will auch Gegner AS Rom, der aktuell Platz zwei der Gruppe E belegt und mit einem Sieg uneinholbar vor Cluj und dem FC Basel läge.

Für die Bayern geht es um den Gruppensieg. Ein einziger Punkt würde dafür schon genügen. Trainer Louis van Gaal, der weiter im Zentrum der bayerischen Kritik steht, muss jedoch weiter auf viele Stammkräfte verzichten: Arjen Robben, Holger Badstuber, Ivica Olic, Miroslav Klose und Kapitän Mark van Bommel fallen allesamt verletzt aus, Bastian Schweinsteiger ist zudem gelb-gesperrt. Mit dem mageren 1:1 gegen Leverkusen im Rücken und 14 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund wird die Fahrt nach Rom alles andere als eine Lustreise, weiß auch der Cheftrainer: "Das Spiel ist sehr wichtig für uns. Nicht für die Champions League, sondern für unser Selbstvertrauen. Und auch für die Bundesliga wäre es sehr wertvoll, dass wir nicht verlieren."

"Wir sind keine Träumer"

Trainer Thomas Schaaf, links, spricht zu Werder-Chef Thomas Allofs (Foto: apn/Hermann J. Knippertz)

Schwere Zeiten für Schaaf und Allofs

Die Champions League abgehakt hat Werder Bremen. Nur zwei Punkte haben die Norddeutschen bisher gesammelt und stehen mit drei Punkten Rückstand auf Platz drei abgeschlagen auf dem letzten Rang. "Wir sind keine Träumer, wir brauchen nicht mehr von der Champions League zu reden", erklärte Werder-Chef Klaus Allofs. Auch in der Bundesliga ist Werder von allen Saisonzielen meilenweit entfernt: Zuletzt gab es eine bittere 0:4-Niederlage gegen Schalke. Werder steckt in der größten Krise seit vielen Jahren. Dennoch hält Allofs in dieser schwierigen Situation an Trainer Schaaf fest. "Thomas Schaaf ist der richtige Mann, der richtige Trainer. Wir wissen, woran das liegt. Das müssen wir abstellen. Und das wird dieser Trainer machen und kein anderer."

Im Auswärtsspiel trifft Werder auf Tabellenführer Tottenham Hotspur, das ebenso wie Titelverteidiger Inter Mailand sieben Punkte, aber das bessere Torverhältnis hat. Mit einem Heimsieg gegen Werder könnte Tottenham ins Achtelfinale einziehen. Die Statistik spricht dafür, denn gegen deutsche Vereine haben die Spurs eine beeindruckende Heimbilanz: Von insgesamt sechs Spielen konnten sie fünf gewinnen, dazu gab es ein Unentschieden. Sollte Werder verlieren, schwinden die Chancen auf den Verbleib im europäischen Wettbewerb dahin, denn selbst das Erreichen des dritten Platzes und damit der "Abstieg" in die Europa League geriete damit in Gefahr. Eine schwierige Mission, denn wegen der vielen Ausfälle muss Werder sogar mit zwei Amateuren antreten. In der Gruppenphase der Champions League treten insgesamt 32 Teams in acht Vierergruppen an. Nach sechs Gruppenspielen ziehen die ersten beiden Mannschaften ins Achtelfinale ein, die dritte steigt in die Europa League ab und die Viertplazierten scheiden aus.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Wolfgang van Kann