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Top-Thema – Podcast

Darwins Revolution

Sein ganzes Leben lang befasste sich Charles Darwin mit der Natur. Seine Evolutionstheorie stellte schließlich die Wissenschaften auf den Kopf. Darwins Erkenntnisse sind heute noch von großer Bedeutung. ‎

Ein altes Porträt vom jungen Darwin

Schon als junger Mann liebte Darwin die Natur

Charles Darwin wurde am 12. Februar 1809 in England geboren. Er studierte Medizin und Theologie, aber am meisten interessierte er sich für die Jagd und das Reiten. Er untersuchte mit Begeisterung Tiere und war am liebsten in der Natur. 1831 bekam er die Chance, mit dem Forschungsschiff "HMS Beagle" zu reisen. Insgesamt fünf Jahre war Darwin unterwegs und besuchte verschiedene Kontinente.

Auf seiner Reise sammelte Darwin getrocknete Pflanzen, Fossilien, Insekten und Vögel. Zurück in London untersuchte er vor allem die Finken, die er auf den Galapagos-Inseln gefunden hatte. Viele von ihnen hatten einen kurzen dicken Schnabel. Damit knackten sie Nüsse und Samen. Andere hatten einen langen dünnen Schnabel, mit dem sie in Blüten und schmale Ritzen hineinkamen. Darwin erkannte, dass diese Finken gemeinsame Vorfahren haben mussten, aus denen sich mit der Zeit unterschiedliche Arten entwickelt hatten. Die Evolutionstheorie war geboren. Es folgten viele Jahre, in denen Darwin weiterforschte.

Als er sein Buch "Die Entstehung der Arten durch natürliche Auslese" 1859 veröffentlichte, waren die Reaktionen sehr unterschiedlich: Lob und Begeisterung, aber auch Kritik und Empörung, vor allem bei der Kirche. Denn die biblische Schöpfungslehre besagt: Gott hat sämtliche Lebewesen – Mensch, Tiere und Pflanzen – innerhalb von sechs Tagen so erschaffen, wie sie heute aussehen. Darwin wurde als Atheist beschimpft, weil er sagte, dass alle Lebewesen sich stetig verändern und dass sie miteinander verwandt sind.

Heute sind Darwins Erkenntnisse über die Entstehung der Tiere und der Menschen weitgehend bestätigt, zum Beispiel auch seine Vermutung, dass der erste Mensch aus Afrika stammt. Er selbst verteidigte seine Thesen nie öffentlich, schrieb aber bis zu seinem Tod noch viele Bücher. Der Wissenschaftler starb am 19. April 1882 im Alter von 73 Jahren.

Glossar

Evolutionstheorie, die – die Idee von der Entwicklung der Lebewesen

etwas auf den Kopf stellen – etwas stark verändern

Theologie, die – die Lehre einer Religion

Begeisterung, die – die Freude; der Spaß

Fossil, das – sehr alte zu Stein gewordene Tierskelette

Fink, der – ein kleiner bunter Vogel

Schnabel, der – der Mund der Vögel

etwas knacken – hier: öffnen

Samen, der – das Korn einer Pflanze, aus dem eine neue Pflanze wachsen kann

Ritze, die – ein längliches Loch

Vorfahre, der – die Großeltern, deren Eltern und so weiter

natürliche Auslese, die – die Tatsache, dass in der Natur die Lebewesen sterben, die nicht gut an ihre Umwelt angepasst sind

Empörung, die – die starke Wut; das Beleidigtsein

biblisch – bezogen auf die Bibel

Schöpfungslehre, die – die Lehre, wie das Leben durch einen Gott entstanden ist

Atheist, der – jemand, der nicht an einen oder mehrere Götter glaubt

stetig – immer, andauernd

These, die – die Idee; die Vermutung

Fragen zum Text

1. Charles Darwin schrieb ein Buch über die Evolution, weil er …

a) nicht an Gott glaubte.

b) durch seine Forschung Beweise für sie gefunden hatte.

c) nicht an Finken interessiert war.

2. Eine der Behauptungen der biblischen Schöpfungslehre ist, dass …

a) der erste Mensch aus Afrika kam

b) alle Lebewesen sich weiterentwickeln

c) alle Lebewesen schon immer so waren, wie sie jetzt sind

3. Das Buch, … Darwin seine Theorie erklärte, erschien 1859.

a) wo

b) darin

c) in dem

4. Die Finken, … Schnäbel kurz und dick sind, können gut Nüsse knacken.

a) deren

b) dessen

c) diese

5. Das Schiff, … Darwin seine Forschungsreise unternahm, hieß "HMS Beagle".

a) auf dem

b) wohin

c) in das

Arbeitsauftrag

Jede Kultur hat ihre eigenen Geschichten über die Entstehung des Lebens und der Menschen. Welche kennen Sie? Erzählen Sie im Kurs, welche Schöpfungsmythen es in Ihrem Heimatland gibt.

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