Darts-WM: Taylor verpasst Titel zum Abschied | Sport | DW | 01.01.2018
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Sport

Darts-WM: Taylor verpasst Titel zum Abschied

Es schien wie ein Märchen, doch der letzte Traum von Darts-Legende Phil Taylor erfüllt sich nicht. Im WM-Finale unterliegt er ohne Chance dem deutlich jüngeren Rob Cross. 

Darts-Legende Phil Taylor (Artikelbild links) tritt als Vize-Weltmeister von der großen Bühne ab. Der perfekte Abschluss seiner Karriere blieb ihm damit verwehrt. Der 57-jährige Rekordweltmeister unterlag im WM-Finale im Londoner Alexandra Palace am Neujahrstag dem Newcomer Rob Cross (Artikelbild, rechts) deutlich mit 2:7. Der 27 Jahre alte Cross erhält für den Triumph bei seinem WM-Debüt neben der Sid-Waddell-Trophäe einen dicken Siegerscheck über umgerechnet 450.000 Euro.

Der Jüngere zeigt mehr Konstanz

Im ersten Aufeinandertreffen mit Taylor zeigte Cross die konstantere Leistung. Mit 107,41 Punkten pro Aufnahme kam er zwar nicht an den WM-Rekord von Michael van Gerwen (114,05 Punkte) heran, erzielte aber einen deutlich höheren Schnitt als der 30 Jahre ältere Taylor (102,26).

Trotz der mangelnden Erfahrung präsentierte sich Cross von Beginn an nervenstark. Er gewann neun der ersten elf Legs und ging mit 3:0 nach Gewinnsätzen in Führung. Im fünften Satz verpasste Taylor nur das Doppelfeld für ein perfektes Leg, das ihm umgerechnet rund 22.500 Euro Bonuspreisgeld eingebracht hätte. Cross ließ sich den Vorsprung jedoch nicht mehr nehmen und beendete Taylors Titelträume mit der Doppel 16.

Mehr als acht Millionen Euro Preisgeld

Damit tritt Taylor, der in seiner fast 30-jährigen Karriere umgerechnet 8,1 Millionen Euro Preisgeld verdient hat, mit 83 Major-Siegen ab. Für Cross war es der erste große Titel bei einem Turnier der höchsten Kategorie der Professional Darts Corporation (PDC).

Taylor wird sich nach seinem Karriere-Ende eine zweiwöchige Auszeit in Australien nehmen und dann im laufenden Jahr rund 180 Showmatches bestreiten. Cross, der auf Platz vier der Weltrangliste vorrückt, wird als gesetzter Spieler an der prestigeträchtigen Premier League teilnehmen.

Kevin Münch (Bochum) war bei der WM als bester Deutscher nach seinem Überraschungssieg gegen den zweimaligen Weltmeister Adrian Lewis (England) in der zweiten Runde an Antonio Alcinas (Spanien) gescheitert. Martin Schindler (Strausberg) hatte bereits seine Auftaktpartie gegen Simon Whitlock (Australien) verloren.

haz/myk (sid, dpa)

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