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"Danke Klinsi für die tolle Zeit!"

Die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten, die deutsch-französischen Beziehungen, Zidanes Kopfstoß und Klinsmanns Abschied: Themen, die unsere Leser beschäftigen.

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Nahost

Der Angriff Israels auf den Libanon stellt wohl wieder eindeutig einen Verstoß gegen internationales Recht dar. Israel verletzt seit Jahren die Souveränität seiner Nachbarstaaten, z. B. fliegen seit Jahren israelische Kampfflugzeuge weit in den Luftraum des Libanon ein und verursachen durch Überschallknall eine Terrorisierung der Bevölkerung. Ein Staat, der international abgeschlossene Verträge nicht einhält und tagtäglich Menschen ermorden lässt kann international keine Akzeptanz als demokratischer Rechtsstaat für sich beanspruchen. (Wolfgang J. Saier)

Ich bin ganz der Meinung Ihres Kommentators Peter Philipp ("Zurück in dunklen Zeiten"), dass sich auch Israel bewegen muss, um die gegenwärtige Krise zu überwinden. Es ist verständlich, dass Israel seine Soldaten wie sein Staatsgebiet schützen will. Doch ist das Land dabei, durch seine überharte Reaktion, die vor allem auf Kosten der Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen und im Libanon geht, sich immer mehr in eine unkontrollierbare Gewaltspirale zu verstricken. Es ist wohl im Augenblick an Israel, seine harte Haltung zu überdenken und damit Verhandlungen zu ermöglichen. (Rudolf Weinmann)

Die Welt will faire, demokratische Wahlen. Palästina wählt. Die Hamas kommt an die Macht, demokratisch gewählt. Der Welt passt dies nicht, also werden Gelder gestrichen. Die Situation des Otto-Normal-Palästinenser verschärft sich zunehmend. Israel sperren die Palästinenser faktisch ein. Ihre Infrastruktur wird mehr und mehr zerstört. Gewählte Politiker, die überall Immunität genießen, werden überfallen und in israelische Gefängnisse gesteckt. Kann nicht mal irgendwer eingreifen und die Ausrottung der Palästinenser verhindern und Ihnen die Rechte der Menschen zurückgeben? (Horst Franke)

Eine derart komplexe Problemlage und eine über Jahrhunderte, Jahrtausende verwobene Geschichte machen es schwierig, klar zu sehen und einfache Schuldzuweisungen auszurufen. Die Einzelreaktionen aller Beteiligten sind zwar nachvollziehbar, aber keinesfalls akzeptabel. Negativ fällt auf, dass die arabische Seite aus westlicher Berichterstattung immer die Schuldigen sind, die zuerst Bedingungen für eine Deeskalation zu erfüllen haben. Ist man so blind, nicht sehen zu können, wo die eigentlichen Ursachen liegen? (Michael Neubert)

Nach dem Wahrig ist Terrorismus die "Ausübung von Terror (gewalttätiges, rücksichtloses Vorgehen, das die Betroffenen in Angst und Schrecken versetzen soll), um bestimmte Ziele durchzusetzen". Mir scheint, diese Definition passt genau zu dem Vorgehen Israels im Gaza-Streifen und im Libanon. (Saint Arroman)

Kein Land der Welt würde die Dauerbeschießung durch die Kassam-Raketen, die Entführungen von Soldaten und von Zivilisten sowie die unendliche Kette der Selbstmordattentäter dulden. Stellen Sie sich vor, dass solche Ereignisse in der Bundesrepublik geschähen, und das seit Jahren. (Dr. Tamara Somogyi)


Anschläge in Bombay

Ich kann mir gut vorstellen, dass der Kaschmir-Konflikt der Auslöser für die Anschläge in Bombay ist, dass dort aktive Terrorgruppen den Konflikt ausweiten wollen, indem sie Hindus und Moslems in ganz Indien oder auch Indien und Pakistan gegeneinander ausspielen. Damit hoffen sie, ihren separatistischen Zielen näher zu kommen. Bisher hatten sie mit solchen Manövern indes keinen Erfolg, und es bleibt zu hoffen, dass auch in Zukunft die indische Gesellschaft und die Beziehungen Indiens mit Pakistan stabil genug sind, um solche massiven Provokationen auszuhalten. (Rudolf Weinmann)


Deutsch-französische Beziehungen

Die deutsch-französische Freundschaft, entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg, sollte Vorbild sein für die Konfliktherde in der Welt. Ich hoffe, dass die deutsch-französische Entwicklung bald auch möglich ist zwischen Deutschland und Polen (trotz der derzeitigen Regierung in Polen) und Deutschland und Tschechien. (Walter Schreiber)

Wir in unserer Gemeinde Wennigsen am Deister nahe Hannover "erfahren" und "leben" diese freundschaftliche Verbundenheit durch eine aktive Pflege einer Städtepartnerschaft wie viele Gemeinden. Unsere Partnergemeinde ist Forges Les Eaux in der Nähe von Rouen. Nächstes Jahr feiern wir unser zehnjähriges Jubiläum hier in Wennigsen; auch der Jugend- und Schüleraustausch wird stärker. (Uwe Werhahn)

In den 5 1/2 Jahren, die ich in Frankreich wohne, ist es noch nie passiert, dass ich als Deutsche komisch angemacht oder als "Boche" (= Scheißdeutscher) bezeichnet wurde. Selbst im Gespräch mit älteren Leuten, die die deutsche Besatzung im Krieg miterlebt haben oder als Soldaten selber im Krieg waren, habe ich nichts von der alten Feindseligkeit zu spüren bekommen. Ob die politische Freundschaft beider Länder echt ist, ist eine andere Sache. Ich halte sie eher für strategisch denn für wirklich freundschaftlich: (Beatrix Voigt, Meylan bei Grenoble)

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich sind heute sehr gut. Das sieht man zum Beispiel daran, dass jetzt ein gemeinsames Geschichtsbuch gibt. Aber das war nicht immer so. Stichwort Erzfeind! Ich wünsche mir, dass sich die beiden Länder auch weiterhin gut miteinander verstehen. (Jürgen Sandmann)


Zidanes Abgang mit Rot

Für mich ist Zidane ist der größte Spieler alle Zeiten. Diese Aktion war viel zu schade für seine Karriere. Die Beleidigung muss ihm sehr getroffen haben. Wenigstens hat Zidane seinen Kopfstoß vor der ganzen Welt getan, nicht hinten herum wie standig die Italiener. Solche Ausdrücke gehören nicht zum Fußball. Der Skandal um den italienischen Fußball sagt alles. Auf jeden Fall haben die Italiener selbst mit 11 gegen 10 kein Tor geschafft. Die Franzosen haben besser gespielt. Ich gönne die Italiener den Titel nicht. Vive les bleus. Zidane, du bist und bleib der Beste. (Marie Christine Di Benedetto)

Ich empfinde tiefes Mitgefühl für Zidane. Er tut mir unendlich leid. Was nicht heißen soll, dass ich seinen Kopfstoß goutiere. Aber man muss Materazzis Art Fußball zu spielen kennen. Vor allem aber seine persönlichen Beleidigungen sind aus der tiefsten Schublade. Das macht er bei allen großen Fußballern so. Er ist der schmutzigste Spieler seit Paul Gascoine. Und er hat vor nichts und niemandem Respekt. Armer Zidane, armer Fußball, armes Italien, wenn man nur so Weltmeister werden kann. (Helmut Moik)

Ich habe volles Verständnis für Zidane.. Es ist eine nachvollziehbare Erklärung. Er hat sich damit als Mensch gezeigt, nicht als Karrierist. (Siegart von Schlichting)

Für mich stets eines nach der WM fest: Italien wurde Weltmeister durch den Einsatz hinterhältiger Tricks, überzeugte jedoch spielerisch in keinem Spiel. Beispiele: Die Schwalbe gegen Australien, der Fall 'Frings' und dann die Angelegenheit mit 'Zidane'! Wer glaubt da noch, das sei unbeabsichtigt. Ich denke, die Provokation war bewusst eingesetzt. (Dieter Engelhardt)


Trainerwechsel beim DFB

Ich finde es sehr schade, dass Jürgen Klinsmann nicht weitermacht, bin aber sehr froh darüber, dass Joachim Löw seine Nachfolge übernimmt, er hat den Weg von Jürgen Klinsmann mitgetragen und wird ihn auch weiterführen. Der DFB hat hoffentlich aus seinen Fehlern gelernt und wird ihn bei seiner Arbeit unterstützen. Mannschaft und Fans werden auf jeden Fall hinter ihm stehen. (Angelika Opel)

Klinsmann hat eine ganz junge Mannschaft aufgebaut, die noch einige Schwächen hat. Es ist gut, dass sie dieses Mal nur den 3. Platz erreicht hat. Darüber können alle stolz sein. Die ganze Welt weiß nun, dass Deutschland eine starke Fußballnation ist. Der neue Trainer kann damit auf Klinsmann aufbauen. (Herbert Jörger)

Jürgen Klinsmann hat seine Entscheidung getroffen. Wir müssen sie akzeptieren. Ich gehe davon aus, dass der Entschluss genauso durchdacht und letztendlich auch richtig ist wie seine Beschlüsse als Trainer. Mir persönlich tut es sehr leid. Ist doch meine neugeborene Fußballbegeisterung dadurch schon wieder zum Sterben verurteilt. Sicherlich, die Sache bleibt die gleiche und die Mannschaft zum großen Teil auch, aber es ist einfach nicht dasselbe. Ich danke Jürgen Klinsmann und der Nationalmannschaft für die wunderbaren Wochen, für das neue Nationalgefühl und vor allem für die Gewissheit: Menschlichkeit gewinnt! (Angelika Dietz, Helmstadt-Bargen)

Ich finde, Jogi Löw ist ein guter Ersatz für Jürgen Klinsmann. Er hat zwei Jahre hinter ihm gestanden...alles mit erarbeitet. Er ist sympathisch und selbstbewusst. (Laura Gollnow)

Zunächst einmal ein sehr großes Lob an das ganze Team, ich hätte ihnen den Einzug ins Finale von Herzen gegönnt. Eigentlich bin ich kein Fußballfan, aber alle vier Jahre packt auch mich das Fernsehfieber. Die ganze WM war einfach spitze. (Hannelore Mair)

Ich finde es sehr schade, dass Jürgen Klinsmann nicht weiter als Bundestrainer agieren wird. Jedoch respektiere ich seine Entscheidung. Ich kann verstehen, dass er nach all dem was vor der WM gelaufen ist nicht weiter machen will. Es ist ihm sicher nicht leicht gefallen, diese Entscheidung zu treffen. In Joachim Löw sehe ich jedoch einen würdigen Nachfolger, der die Arbeit in Klinsmanns Sinne weiterführen wird. Danke Klinsi für die tolle Zeit! (Susanne Meutzner)

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  • Datum 15.07.2006
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