1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Syrien-Konflikt

Damaskus seit drei Tagen ohne Trinkwasser

Die Einwohner der syrischen Hauptstadt leiden seit Tagen unter extremer Wasserknappheit. Die Behörden hatten die Versorgung mit der Begründung abgestellt, dass "terroristische Gruppen" das Wasser vergiftet hätten.

Bereits seit Freitag fließt nur noch sporadisch Trinkwasser durch die Leitungen. Das städtische Wasserversorgungsamt begründete in einem Statement den Stopp der Wasserversorgung damit, dass "terroristische Gruppen" Quellen und andere Wasser-Reservoirs in Damaskus und Umgebung unter anderem mit Diesel vergiftet hätten. Es werde versucht, Wasserreserven aus nicht betroffenen Reservoirs in einzelne Stadtteile zu pumpen. AFP-Korrespondenten bestätigten, dass in zwei Stadtvierteln am Samstag die Reserven aufgefüllt worden seien. Am Sonntag seien die Tanks aber schon wieder leer gewesen.

Die staatliche Nachrichtenagentur SANA berichtet, Rebellengruppen hätten Quellen in Wadi Barada und Ain al-Fijeh, rund 15 Kilometer nordwestlich von Damaskus angegriffen.

In der Hauptstadt leben schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen, hinzu kommen weitere 3,5 Millionen Menschen in den Vororten. Eine in der Altstadt lebende Hausfrau sagte der Nachrichtenagentur AFP, man könne ohne Strom leben, aber nicht ohne Wasser.

In Syrien und im Irak hat die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bereits mehrfach strategisch bedeutsame Wasserressourcen und Teile der Wasser-Infrastruktur unter ihre Kontrolle gebracht. Ob der IS  für die aktuellen Versorgungsengpässe in Damaskus verantwortlich ist, ist nicht bekannt.

qu/se (afp, rtre)

 

Die Redaktion empfiehlt