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Wirtschaft

Daimler eröffnet neues Werk in Indien

Unter dem Namen BharatBenz hat Daimler bereits einen eigenen Lkw auf Indiens Straßen. Der Autobauer erwartet ein schnelles Wachstum des Marktes und eröffnet ein neues Werk - auch für den Export.

Seit Ende 2012 produziert Daimler bereits Lastkraftwagen in Indien und hat nach eigenen Angaben bisher 20.000 Lkw der Marke BharatBenz verkauft. Nun kommt ein weiteres Werk in der Nähe der südindischen Millionenstadt Chennai hinzu. Hier will der Konzern Busse bauen, die für den indischen Markt, aber auch für den Export vorgesehen sind.

"Wir gehen davon aus, dass sich das indische Marktvolumen für Busse über acht Tonnen bis zum Jahr 2020 mehr als verdoppelt", so Hartmut Schick, Chef der Daimler Bussparte, bei der Eröffnung der neuen Produktionsstädte. Im Lkw-Geschäft mit Trucks über sechs Tonnen sei Indien für Daimler der drittgrößte Markt nach China und den USA.

Indien Daimler Truck und Bus-Werk in Chennai (Foto: Daimler AG )

Aus der Vogelperspektive: 113.000 Quadratmeter für die Bus-Produktion

In das neue Werk flossen Investitionen von insgesamt 50 Millionen Euro. Hier sollen zunächst 1500 Fahrzeuge im Jahr produziert werden. Das Werk könne aber auch auf bis zu 4000 Busse hochgefahren werden, hieß es.

In Indien liegt Daimler im LKW-Geschäft je nach Segment nur auf Platz drei oder vier. In Chennai sollen neben Schul- und Touristenbussen auch Schwerlaster für Baustellen und Bergbau unter der Marke BharatBenz gebaut werden. Daimler setzt damit indirekt auf den Rohstoffreichtum Indiens. Das Land verfügt über große Steinkohle- und Eisenerz-Vorkommen.

Auch den Export im Blick

Mit den neuen Produkten greife man auf dem indischen Nutzfahrzeugmarkt weiter an, so Wolfgang Bernhard, der im Vorstand von Daimler für LKW und Busse verantwortlich ist. Im ersten Quartal 2015 stiegen die Verkaufszahlen von BharatBenz demnach um 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für einige Kunden will Daimler auch Busse unter der Marke Mercedes-Benz in Chennai fertigen.

Laut dem Chef der Bus-Sparte, Hartmut Schick, soll Indien auch Exportstandort werden. Zielmärkte seien vor allem Südostasien und Afrika. Bereits im Februar habe das Unternehmen von Chennai Fahrgestelle nach Ägypten geliefert. Lkw-Exporte nach Lateinamerika sollen laut Unternehmensangaben noch in diesem Jahr folgen.

nm/bea (dpa, rtr)