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Biathlon

Dahlmeier gewinnt den Gesamtweltcup

Ausnahme-Biathletin Laura Dahlmeier gewinnt die Verfolgung von Kontiolahti und krönt die Weltcup-Saison. Bei den Männern trotzt Arnd Peiffer allen Problemen und setzt sich im Zielspurt durch.

Laura Dahlmeier hat als erste deutsche Biathletin nach Magdalena Neuner den Gesamtweltcup gewonnen. Die siebenmalige Weltmeisterin siegte im Verfolgungsrennen in Kontiolahti vor der Französin Marie Dorin Habert und der Italienerin Lisa Vittozzi. Nach ihrem zehnten Saisonsieg ist Dahlmeier in den letzten drei Weltcup-Rennen in der nächsten Woche in Oslo von Gabriela Koukalova nicht mehr einzuholen. Die Tschechin kam über die zehn Kilometer auf Platz zehn. Sie hätte Zweite werden müssen, um ihre Chance noch zu wahren.

"Ist es jetzt wirklich fix? Wahnsinn! Krass!", sagte Dahlmeier im ZDF. Sie hatte selbst nie mitgerechnet und erfuhr erst im Fernsehinterview nach dem Rennen von ihrem Triumph. "Das macht mich jetzt echt sprachlos. Das ist echt ein krasser Moment", meinte Dahlmeier: "Dass ich das mit 23 Jahren geschafft habe, ist sehr beeindruckend."

Für den Erfolg im Gesamtweltcup erhält Dahlmeier ein Preisgeld in Höhe von 28.000 Euro. Dahlmeier ist nach Martina Glagow (2003), Kati Wilhelm (2006), Andrea Henkel (2007) und Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner (2008, 2010 und 2012) erst die fünfte deutsche Gesamtweltcup-Gewinnerin. Rekordsiegerin in der aussagekräftigen Saisonwertung ist Magdalena Forsberg. Die Schwedin holte sich zwischen 1997 und 2002 den Gesamtweltcup gleich sechsmal nacheinander.

Peiffer trotz Sturz und Magenproblemen vorne

Auch bei den Männern gab es zuvor einen deutschen Sieg: Dabei lief eigentlich alles gegen Arnd Peiffer, doch der 29-Jährige ließ sich von nichts aus der Bahn werfen und feierte auch dank einer fehlerfreien Schießleistung den achten Weltcupsieg seiner Laufbahn. In der Verfolgung über 12,5 Kilometer setzte er sich im Zielsprint hauchdünn mit 0,3 Sekunden Vorsprung vor Simon Eder aus Österreich (zwei Schießfehler) durch. Dritter wurde der Norweger Emil Hegle Svendsen, der ebenfalls zwei Scheiben stehen ließ.

Biathlon-Weltcup - Arnd Pfeiffer gewinnt Verfolgungsrennen (Reuters/Lehtikuva)

Kaputt aber glücklich: Arnd Peiffer

"Ich war auf einmal vorne und weiß gar nicht so richtig, wie das ging. Das war ein total kurioses Rennen", sagte Peiffer nach seinem Triumph. Vor allem, dass er im letzten Schießen die Nerven behielt, überraschte ihn selbst wohl am meisten. "Mir ging es auf der Strecke nicht besonders gut. Ich hatte Magenprobleme und hatte mit mir zu tun", erklärte er am ZDF-Mikrofon. Beim letzten Stehendschießen sei es besonders schlimm gewesen: "Ich habe schon würgen müssen. Ich musste mich dann auch prompt auf der Geraden übergeben, doch dann ging es wieder."

Fourcade enttäuscht und reist ab

Für den Routinier, der im Februar mit der Mixedstaffel in Hochfilzen WM-Gold geholt hatte, war es sogar schon das zweite Missgeschick des kräftezehrenden Rennens. Als er auf der vierten Laufrunde etwas trinken wollte, verhakte er sich mit einem Betreuer, stürzte fernab der Fernsehkameras im Wald und verlor unnötig Zeit. "Es lief überhaupt nicht nach Plan", sagte Peiffer, der im Ziel aber schnell wieder lachen konnte. Denn weil die Konkurrenz reihenweise patzte und er die Nerven behielt, schaffte es Peiffer zum dritten Mal in diesem Winter auf das Podium. Zweitbester Deutscher wurde Roman Rees auf dem 14. Platz, Sprintweltmeister Benedikt Doll musste sich mit dem 20. Rang begnügen.

Gesamtweltcupsieger Martin Fourcade aus Frankreich verpasste seinen 14. Saisonsieg als Fünfter recht deutlich. Der 28-Jährige leistete sich ungewohnte vier Schießfehler, gewann aber trotzdem die kleine Kristallkugel für den Sieg im Verfolgungs-Weltcup. Anschließend reiste er vorzeitig aus Kontiolahti ab, da seine Frau in der Heimat das zweite gemeinsame Kind erwartet.

asz/ck (dpa, sid)

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