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Fußball

Düsseldorf ist neuer Tabellenführer

Fortuna Düsseldorf hat Eintracht Frankfurt an der Spitze der 2. Liga abgelöst. Beim Kellerduell in Karlsruhe schaffte Aachen einen wichtigen Sieg. Hansa Rostock rutscht unterdessen immer tiefer in die Krise.

Düsseldorfs Jens Langeneke jubelt nach seinem verwandelten Elfmeter über den Treffer zum 2:0 gegen Fürth. (Foto: dapd)

Düsseldorf ist wieder Spitze

Fortuna Düsseldorf hat seine beeindruckende Erfolgsserie im Spitzenspiel gegen SpVgg Greuther Fürth fortgesetzt und die Tabellenführung der 2. Bundesliga übernommen. Das Team von Trainer Norbert Meier gewann zum Abschluss des 16. Spieltags 2:1 (2:0) gegen die Fürther und blieb damit auch im 25. Pflichtspiel in Folge unbesiegt. Die Tore der Düsseldorfer beim achten Sieg im achten Saison-Heimspiel erzielten Oliver Fink (18.) und Jens Langeneke per Strafstoß (39.). Für Fürth, das die erste Auswärtspleite der Saison kassierte und auf Tabellenplatz vier blieb, verkürzte Edgar Prib nach 63 Minuten.

Erste Niederlage für Eintracht

Fußball 2. Bundesliga 16. Spieltag: TSV 1860 München - Eintracht Frankfurt am Samstag (26.11.2011) in der Allianz Arena in München (Oberbayern). Die Spieler von München jubelt über das Tor zum 1:0 durch Djordje Rakic (2.v.r.). (Foto: Andreas Gebert dpa/lby)

Schon nach 12 Sekunden zappelte der Ball im Netz

Aufstiegsfavorit Eintracht Frankfurt hat seine erste Saison-Niederlage hinnehmen müssen. Der bisherige Tabellenführer unterlag bei 1860 München mit 1:2 (0:1). Vor rund 30.000 Zuschauern brachte ein Blitztor von Dorde Rakic nach 12,4 Sekunden die Eintracht auf die Verliererstraße. Kevin Volland erhöhte in der 67. Minute auf 2:0. Durch Theofanis Gekas kamen die Frankfurter nur noch zum Anschlusstreffer (90.). Frankfurt rutschte auf Rang zwei ab.

Der FC St. Pauli hat zum Führungsduo Düsseldorf und Frankfurt aufgeschlossen. Die Hamburger gewannen ihr Heimspiel gegen Aufsteiger Dynamo Dresden mit 3:1 (0:0).

Aachen schafft den Befreiungsschlag

Fußball 2. Bundesliga 16. Spieltag: Karlsruher SC - Alemannia Aachen am Samstag (26.11.2011) im Wildparkstadion in Karlsruhe. Der Karlsruher Timo Staffeldt (l) und der Aachener Aimen Demai kämpfen um den Ball. (Foto: Uli Deck dpa/lsw)

Aachen erarbeitete sich das Glück für den Sieg beim KSC

Mit dem ersten Auswärtssieg der Saison hat Alemannia Aachen drei wichtige Punkte gegen den Abstieg gesammelt. Der bisherige Tabellenvorletzte gewann das Kellerduell beim Karlsruher SC mit 2:0 (1:0) und verließ zum ersten Mal seit dem zweiten Spieltag wieder die Abstiegsränge. Die beiden Stürmer Sergiu Radu (36.) und Benjamin Auer (87.) sorgten für die Aachener Tore und verdarben so auch die Heimpremiere des neuen Karlsruher Trainers Jörn Andersen. Nach der zweiten Niederlage unter dem Norweger fiel der KSC in der Tabelle auf den Relegationsrang zurück.

Rostock bestraft sich selbst

Rostocks Lucas Albrecht (r.) im Zweikampf mit Berlins Christian Stuff. (Foto: dapd)

Rostock kam gegen Union Berlin unter die Räder

Im Ostduell zwischen Hansa Rostock und Union Berlin hatten die Hauptstädter leichtes Spiel. 5:2 (0:0) gewann Union bei der Rostocker Hansa, die schwer Schlagseite hatte. Dem Spiel der Gastgeber war deutlich anzusehen, dass viele Stammspieler verletzt fehlten. Und noch eins sah man auf dem Feld des Rostocker Stadions: Verunsicherung. Denn die jüngsten Ausschreitungen der eigenen Fans hatten dem Ruf des Vereins schweren Schaden zugefügt, was nun auch wirtschaftlich Konsequenzen hat: Der Hauptsponsor kündigte wegen der erneuten Gewaltausbrüche im Spiel gegen den FC St. Pauli das Ende seines Engagements bei Hansa Rostock an. Der Verein erneuerte daraufhin seinen Appell an die Politik, das Rostocker Fanproblem als gesamtgesellschaftliches Problem zu betrachten.

Trotz verschärfter Einlasskontrollen, brannten auch gegen Union Berlin wieder verbotene Feuerwerkskörper im Stadion von Hansa, allerdings dieses Mal vor allem im Gästefanblock. Auf dem Platz überzeugte Union mit konsequenter Chancenverwertung, während die Rostocker Notelf eklatante Schwächen in der Abwehr offenbarte.

Torwartfehler kostet Aue einen Punkt

Paderborns Torschütze zum 0:1, Nick Proschwitz (2.v.r.), jubelt mit seinen Mitspielern über den Treffer. (Foto: dapd)

Paderborn jubelte zu früh

Am Ende war es ein haarsträubender Torwartfehler von Martin Männel der das Spiel von Erzgebirge Aue gegen den MSV Duisburg entschied: In der Nachspielzeit schlug der Auer Keeper beim Herauslaufen aus dem Strafraum ein "Luftloch" und überließ so unfreiwillig dem heranstürmenden Maurice Exslager den Ball, der dankbar zum 2:1 (1:1)-Erfolg für die Gäste versenkte. Dabei hatte Männel seinen Verein zuvor noch mit guten Paraden im Spiel gehalten. Es war der erste Auswärtssieg für die von Ex-Schalke-Keeper Oliver Reck trainierten Duisburger, für Aue war es dagegen bereits die vierte Heimniederlage der Spielzeit.

Rückschlag für Paderborn

Duisburgs Torschütze zum 0:1, Daniel Brosinski (M.), jubelt mit seinen Mitspielern über sein Kopfballtor zum 0:1. (Foto: dapd)

Jubel beim MSV Duisburg

Wenn man den SC Paderborn mittlerweile zu den Aufstiegsaspiranten zählen will, so war das 2:2 (0:1)- Unentschieden beim FSV Frankfurt ein Dämpfer. Denn beim in dieser Saison daheim noch sieglosen FSV Frankfurt war der eine Punkt für den SC zu wenig. In einer über weite Strecken schwachen Partie war Paderborn, das gegen den FSV Frankfurt noch nie gewinnen konnte, zwar früh in Führung gegangen, hatte danach aber stark abgebaut. Vor nicht einmal 3000 Zuschauern in Frankfurt retteten die Gäste aus Ostwestfalen erst in der Schlussphase das Remis. Der SC Paderborn bleibt dank des Punktes beim FSV Frankfurt seit sieben Spielen in Folge ungeschlagen.

Eintracht Braunschweig besiegte den VfL Bochum im eigenen Stadion mit 4:0 (2:0). Den ersten Auswärtspunkt erkämpfte der Tabellenletzte FC Ingolstadt beim 0:0 bei Energie Cottbus.

Autor: Andreas Sten-Ziemons / Joscha Weber
Redaktion: Calle Kops

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