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Fußball

Düsseldorf gewinnt in Berlin

Im Relegations-Hinspiel schlägt der Zweitligist die Berliner Hertha knapp mit 2:1. Ein Hertha-Stürmer wird dabei zur tragischen Figur. Die Düsseldorfer gehen nun als Favorit ins Rückspiel in der eigenen Arena.

Düsseldorf feiert schon, Berlin sitzt die Abstiegsangst im Nacken. Im Hinspiel der Relegation um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga hat sich der Dritte der 2. Bundesliga, Fortuna Düsseldorf, mit 2:1 (0:1) gegen Hertha BSC, den Drittletzten der Bundesliga, durchgesetzt und sich damit eine traumhafte Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen. Dabei sah zunächst Gastgeber Hertha wie der sichere Sieger aus, dann aber drehten die Fortunen das Spiel. Sie sind dem Wiederaufstieg in die Bundesliga nach 15 Jahren nun näher als die Hertha dem Klassenerhalt.

Brökers Treffer leitet die Wende ein

Den besseren Start hatte zunächst der Zweitligist: Fortuna Düsseldorf begann schwungvoll und hatte zwei gute Chancen. Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Nach einem Eckball von Änis Ben-Hatira wuchtete Innenverteidiger Roman Hubnik den Ball zum 1:0 für die Hertha ins Netz (19.). Hubniks Gegenspieler Thomas Bröker hatte nicht aufgepasst. Hertha kontrollierte danach die Partie, bei konsequenter Chancenverwertung wäre eine höhere Führung verdient gewesen.

Dann aber, wie aus dem Nichts, kam die Fortuna zurück ins Spiel. Erneut war es Bröker, der die Hauptverantwortung trug, diesmal allerdings im positiven Sinne. Bröker setzte sich auf der rechten Seite gegen drei Abwehrspieler durch, drang in den Berliner Strafraum ein und überraschte Hertha-Keeper Thomas Kraft mit einem Schuss ins kurze Eck (64.).

Fußball Bundesliga Relegation Hinspiel: Hertha BSC - Fortuna Düsseldorf am Donnerstag (10.05.2012) im Olympiastadion in Berlin. Düsseldorfs Thomas Bröker (M) jubelt nach seinem Tor zum 1:1. (Foto: Kay Nietfeld dpa/lbn)

Thomas Bröker bejubelt seinen Treffer zum 1:1 – mit dem Tor drehte er das Spiel

Düsseldorf hatte jetzt Oberwasser und drängte auf das nächste Tor, das sie schließlich geschenkt bekamen. Nach einem Freistoß verlängerte Hertha-Stürmer Adrian Ramos den Ball per Kopf unhaltbar zum 1:2 ins eigene Tor (71.). Der Kolumbianer, der sich seit Monaten außer Form präsentiert, wurde damit zur tragischen Figur der Partie. Vorne gelang ihm so gut wie nichts, hinten verursachte er den entscheidenden Gegentreffer. Bei den Berlinern stimmte die Körpersprache nun nicht mehr, die Angst vor der Niederlage war ihnen deutlich anzumerken. Chancen spielten sie sich kaum noch heraus, nur der eingewechselte Ronny traf mit einem 30-Meter-Freistoß den Pfosten (88.).

"Haben noch nichts erreicht"

"Bis zum 1:0 lief es planmäßig", analysierte Hertha-Trainer Otto Rehhagel nach dem Abpfiff gefasst, während seine Spieler enttäuscht auf dem Rasen lagen. "Dann passen wir beim 1:1 nicht auf und köpfen uns anschließend wieder selbst einen rein." Trotz der bitteren Niederlage glaubt der 73-Jährige aber noch an eine Chance seiner Mannschaft. "Die Jungs sind jetzt niedergeschlagen, aber wir richten sie wieder auf und fahren dann mit frischem Mut nach Düsseldorf."

Hertha-Trainer Otto Rehhagelund Manager Michael Preetz reagieren fassungslos auf das Gegentor zum 1:2 (Foto: REUTERS/Thomas Peter)

Hertha-Coach Rehhagel kann's nicht glauben - Ramos hat ins eigene Netz getroffen

Bei den Siegern herrschte dagegen große Freude, dennoch wollte Düsseldorfs Torschütze Bröker nicht zu früh jubeln: "Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Wir haben zwar gewonnen, aber noch nichts erreicht." Nichts außer einer komfortablen Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Dienstag (15.05.2012, 20:30 Uhr MESZ) in der Arena in Düsseldorf. Und dort fällt dann die endgültige Entscheidung über Auf- und Abstieg.

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