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Sport

Dürftiger Kick zwischen Japan und Griechen

Japans Chancen auf das Weiterkommen schwinden nach dem torlosen Unentschieden gegen Griechenland. Die Griechen können dagegen noch aus eigener Kraft das Achtelfinale erreichen. Schön anzusehen war das Spiel nicht.

Griechenland darf trotz des 0:0 gegen Japan weiter vom Achtelfinale bei der WM in Brasilien träumen. Vor 39.000 Zuschauer in Natal kommen beide Mannschaften jeweils zu ihrem ersten Punkt in ihrer Vorrundengruppe C, allerdings können die Griechen das Weiterkommen noch aus eigener Kraft schaffen, während Japan auf Schützenhilfe angewiesen ist.

Wer schönen Fußball sehen will, der sollte die Partien der Griechen meiden. Dieser Grundsatz gilt schon seit gut einem Jahrzehnt. Und doch haben sie es geschafft, sich mit ihrem Destruktiv- und Defensivstil auf Platz elf der Weltrangliste zu spielen, sich für die WM zu qualifizieren. Das Erfolgsrezept: eiserne Disziplin, taktisches Geschick und Einsatz bis zum letzten Blutstropfen. Kapitän und 2004er-Europameister Kostas Katsouranis überschritt allerdings in der ersten Hälfte die Grenzen des Erlaubten mehrmals, kassierte für sein wiederholtes Foulspiel die Gelb-Rote Karte (38.) und schwächte damit sein Team.

Japan hatte denn auch die größeren Ballbesitz-Anteile – rund 70 Prozent, die besseren Torchancen aber hatten die Griechen. Mehrmals musste Japans Torwart Eiji Kawashima sein ganzes Können aufbieten, um einen Rückstand zu verhindern. In der 40. Minute war er bei einem strammen Schuss von Vasilios Torosidis zu Stelle, nach einer Stunde drehte er einen Kopfball des ehemaligen Bundesliga-Profis Theofanis Gekas mit den Fingerspitzen um den Pfosten.

Kagawa zunächst nur auf der Bank

Die beste Möglichkeit der zwar technisch starken aber körperlich schwachen Japaner vergab Yoshita Okubo in der 68. Minute, nachdem der kurz zuvor eingewechselte Superstar Shinji Kagawa mit einem Traumpass Atsuto Uchida auf dem rechten Flügel eingesetzt und der direkt in die Mitte weitergeleitet hatte. Wenig später verzog Uchida nach einem Gestocher im Strafraum knapp aus kurzer Distanz.

Fifa WM 2014 Japan Griechenland Katsouranis

"Ich doch nicht!" Griechenlands Katsouranis gibt sich unschuldig, dabei hätte er schon zuvor glatt Rot sehen können

Japans italienischer Trainer Alberto Zaccheroni hatte zunächst mit seiner Aufstellung überrascht, als er Kagawa nach dessen schwacher Leistung im ersten Spiel gegen die Elfenbeinküste auf der Bank ließ. Aber auch die neu formierte Mannschaft wirkte wenig inspiriert. So resultierte die letzte Möglichkeit in der 90. Minute aus einem Freistoß, aber beim Schuss aus 20 Metern von Yasuhito Endo war Griechenlands Schlussmann Orestis Karnezis rechtzeitig in der bedrohten Ecke.

In Gruppe C hat sich durch das torlose Unentschieden zwischen Japan und Griechenland Kolumbien (6 Punkte) vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Die Elfenbeinküste (3) trifft am Dienstag, 24.06.2014 (22 Uhr MESZ) zum Abschluss der Vorrunde auf Griechenland (1), Japan (1) spielt gleichzeitig gegen Kolumbien.

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