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Wirtschaft

'Dünner Kaffee': Starbucks verdient weniger

Die US-Kaffeehauskette meldet im abgelaufenen Quartal starke Rückgänge bei Gewinn und Umsatz. 2009 will das Unternehmen wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren.

Das Logo soll nicht mehr an so vielen Filialen leuchten

Das Logo soll nicht mehr an so vielen Filialen leuchten

Auch das Marketing am US-Wahltag half Starbucks nicht: Im abgelaufenen Quartal ging nach Angaben des Konzerns vom Montag (10.11.2008) der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 97 Prozent auf 5,4 Millionen Dollar zurückgegangen. Ein Jahr zuvor wurden noch 159 Millionen Dollar Gewinn geschrieben.

Der Umsatz legte, allein wegen des internationalen Geschäfts, nur um drei Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar zu und blieb damit hinter den Markterwartungen zurück.

Er bleibt trotz schlechter Zahlen optimistisch: Starbucks-Mitbegründer und Konzernchef Schultz (ap)

Er bleibt trotz schlechter Zahlen optimistisch: Starbucks-Mitbegründer und Konzernchef Schultz

Hauptgrund für die schlechten Zahlen: die Kosten für die beabsichtigte Schließung von Filialen und für den Stellenabbau. Diese belasteten die Bilanz im Schlussquartal mit rund 100 Millionen Dollar.

Zu schnelle Expansion

Die 1971 gegründete Kaffeehauskette war in den vergangenen Jahren sehr stark gewachsen. Nicht zuletzt wegen der Wirtschaftsflaute muss der Konzern nun aber auf die Bremse treten. Im Rahmen einer Umstrukturierung sollen 600 Filialen geschlossen werden.

Außerdem sollen die Pläne zur Eröffnung neuer Filialen drastisch gestutzt werden: Im Geschäftsjahr 2009 sollen außerhalb der USA jetzt nur noch 700 statt - wie ursprünglich geplant - 900 neue Kaffeehäuser entstehen. In den USA selbst soll es binnen Jahresfrist sogar 20 Filialen weniger geben. Weltweit betreibt Starbucks fast 16.700 Filialen, davon in den USA mehr als 11.000. In Deutschland sind es etwa 120.

Mit Spezial-Aktionen sorgt der Konzern zuletzt für Aufmerksamkeit: Am Tag der US-Präsidentschaftswahl bekam jeder, der abgestimmt hatte, einen Gratis-Starbucks-Kaffee.

Wird sich Starbucks weiter in dem Maße am 'Global Fund' beteiligen? Ausstellung über Kaffee in New Orleans vom Oktober

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Auf einer Konferenz in New Orleans in Oktober wurde bekannt gegeben, dass zwischen Ende November 2008 und Januar 2009 fünf US-Cent jedes in den USA und Kanada verkauften Spezialkaffees der Marke RED an den 'Global Fund' zur Finanzierung des Kampfes gegen Aids, Malaria und Tuberkulose gehen.

Die Börse in den USA quittierte die düsteren Zahlen entsprechend: Die Aktie fiel um mehr als drei Prozent auf rund 10 Dollar. Seit Jahresbeginn büßte Starbucks rund die Hälfte seines Börsenwerts ein.

Dennoch gab sich Konzernchef und Mitgründer Howard Schultz optimistisch, dass die Kette den wirtschaftlich stürmischen Zeiten trotzen könne und nach dem Konzernumbau 2009 wieder auf die Erfolgsspur zurückkehrt. "Wir scheinen belastbarer zu sein als andere Premium-Marken", so Schultz. (hy)

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