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Aktuell Europa

Dänemark gewinnt Eurovision Song Contest

Die 20-jährige Emmelie de Forest hat mit dem Song "Only Teardrops" den 58. Eurovison Song Contest gewonnen. Damit hat Dänemark zum dritten Mal bei dem Musikwettbewerb gesiegt. Für Deutschland gab es eine Enttäuschung.

Die Sängerin Emmelie de Forest setzte sich im schwedischen Malmö mit ihrem Pop-Ohrwurm klar gegen die europäische Konkurrenz durch. Farid Mamedow aus Aserbaidschan schaffte es mit seinem Lied "Hold Me" auf den zweiten Platz. Die Waldfeen-Darbietung "Gravity" von Zlata Ognevich aus der Ukraine belegte Rang drei.

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Dänin Emmelie de Forest gewinnt ESC 2013

De Forest, die barfuß und umgeben von Landsknecht-Trommlern wie aus einem Andersen-Märchen auftrat (Artikelbild), wirkte wie eine Art Sterntaler-Mädchen oder kleine Meerjungfrau. Sie war bereits seit Wochen als eindeutige Favoritin gehandelt worden. Damit dürfte der Grand Prix im kommenden Jahr in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ausgetragen werden - nur wenige Kilometer - über die Öresundbrücke - von Malmö entfernt. Auch der Termin steht fest. Für das Finale gab die European Broadcasting Union (EBU) bereits den 17. Mai 2014 bekannt, die Halbfinale sollen am 13. und 15. Mai stattfinden.

Cascada nur Platz 21

26 Lieder konkurrierten beim diesjährigen Eurovision Song Contest um den Sieg. Die deutschen Teilnehmer, die Disco-Pop-Formation Cascada, blieben hinter den Erwartungen zurück. Mit ihrem Lied "Glorious" landete Cascada in dem 26 Teilnehmer umfassenden Feld am Ende auf Platz 21, auch wenn Frontfrau Natalie Horler kurz vor 22 Uhr einen fulminanten Auftritt im Glitzerkleid hingelegt hatte. Bei Buchmachern war der deutsche Beitrag als Kandidat für die Top-Zehn gehandelt worden.

Cascada-Frontfrau Natalie Horler beim 58. ESC in Malmö

Die deutsche Disco-Pop-Formation Cascada mit Frontfrau Natalie Horler blieb hinter den Erwartungen zurück

Ein Dracula mit Frauenstimme

Auffällig viele brave Sänger im Konfirmanden-Stil und Sängerinnen auf Hebebühnen bestimmten den Abend. Bleibenden Eindruck hinterließen in der Show zum Beispiel Frankreich, Finnland, Norwegen und die Niederlande. Den gruseligsten Auftritt legte Rumänien mit dem Sänger Cezar hin, der als hoch singender Countertenor irgendwo zwischen Graf Dracula, Falco und Boy George anzusiedeln war.

Das im Vergleich zu den Vorjahren eher bescheidene und vor allem selbstironische Finale in Malmö ging vor geschätzten 125 Millionen Fernsehzuschauern und etwa 11.000 Fans in der Halle über die Bühne.

Als Motto hatten die Gastgeber in Malmö "We Are One" ausgegeben. Mit dem Sieg ist kein Geld, sondern nur eine Trophäe verbunden - außerdem die Austragung der Show im Folgejahr.

Lena verhaspelt sich

Deutschland hat den Wettbewerb bisher zweimal gewonnen: 1982 mit Nicole und "Ein bisschen Frieden" und 2010 mit Lena Meyer-Landrut und "Satellite". Lena gab um kurz nach Mitternacht als Präsidentin der deutschen Jury Deutschlands Punkte von Hamburg aus nach Malmö durch und verhaspelte sich dabei: Sie gab Deutschlands zehn Punkte zunächst nach Norwegen statt nach Dänemark, wo sie hin sollten. Deutschlands "Twelve Points" gingen nach Ungarn für den verträumten Sänger ByeAlex und dessen Indie-Popsong "Kedvesem".

Beim vergangenen ESC in Aserbaidschans Hauptstadt Baku hatte die Schwedin Loreen mit "Euphoria" gewonnen.

Dem diesjährigen deutschen Beitrag wurde auch vor dem Finale in Malmö immer wieder eine Nähe zum Siegertitel 2012 vorgeworfen. Horler sagte in Interviews, dies habe sie "nicht unberührt gelassen".

Der Eurovision Song Contest ist ein Liederwettbewerb. Den Preis am Schluss bekommen eigentlich die Komponisten des Liedes, die nicht immer aus dem Land kommen, für das sie den Song geschrieben haben.

Im vergangenen Jahr hatten in Deutschland durchschnittlich etwa 8,3 Millionen Fernsehzuschauer gesehen, wie Roman Lob mit seinem Lied "Standing Still" auf Platz acht kam. In den Jahren 2011 und 2010 hatten die Live-Übertragung des Musikspektakels wegen des Lena-Hypes noch jeweils um die 14 Millionen Zuschauer.

GD/kle (dpa, afp)

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