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Abgeordnete im Visier von Hackern

Cyberattacke auf britisches Unterhaus

Vergangenen Monat erst war das britische Gesundheitswesen durch einen Hackerangriff weitreichend lahmgelegt worden. Jetzt waren die Email-Accounts britischer Parlamentarier das Angriffsziel.

Eine Sprecherin des Unterhauses erklärte, es habe unerlaubte Versuche gegeben, Zugang zu Nutzerkonten von Abgeordneten und Mitarbeitern des Unterhauses zu bekommen. Das Parlament habe den externen Zugang zum Parlaments-Netzwerk gesperrt. Abgeordnete hatten von außerhalb keinen Zugriff auf ihre Email-Konten.

Passwörter im Internet angeboten

Der Minister für internationalen Handel, Liam Fox, sagte im Fernsehen, der Angriff sei keine Überraschung. "Wir wissen, dass unser Öffentlicher Dienst angegriffen wird."  In den vergangenen Tagen hatten britische Medien berichtet, Hacker hätten Passwörter von Abgeordneten im Internet zum Verkauf angeboten. Die Behörde für Kriminalitätsbekämpfung bestätigte eine mögliche Cyberattacke auf das Parlament.

Nicht der erste Angriff

Im Mai hatte es bereits einen groß angelegten internationalen Hackerangriff gegeben, der insbesondere auch das britische Gesundheitswesen traf. Mehrere Krankenhäuser in Großbritannien mussten ihren Betrieb vorübergehend einstellen. In Deutschland war die Bahn betroffen, in Spanien der Konzern Telefónica, in Frankreich die Produktion bei Renault und in Russland das Innenministerium. Die Hacker hatten sogenannte Erpressungstrojaner verschickt, mit deren Hilfe der Zugang zu den Rechnern verschlüsselt wurde. Nach Zahlung eines Lösegelds sollten sie wieder entsperrt werden.

fab/se (afp, rtr, APE)

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