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Wirtschaft

Credit Suisse trotzt der Krise

Credit Suisse hat die Kredit-Krise bisher gut überstanden: Die Großbank weist einen Gewinn von 8,55 Milliarden Franken aus, ein Viertel weniger als 2006. Nur die Vermögens-Verwaltung trübt ein wenig die glänzende Bilanz.

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Im grünen Bereich

Credit Suisse geht davon aus, dass sie die Kreditkrise und die Turbulenzen an den Finanzmärkten gut gemeistert hat, wie die Schweizer Großbank am Dienstag (12.2.2008) mitteilte. Für das ganze Jahr erzielte die zweitgrößte Bank der Schweiz einen Rekordgewinn von 8,549 Milliarden Franken. Im Vorjahr waren es 11,33 Milliarden Franken gewesen, worin allerdings ein Ergebnis aus nicht weiter geführten Aktivitäten von 3,07 Milliarden Franken enthalten waren. "Es freut mich, für 2007 ein Rekordsergebnis bekannt geben zu können", sagte Chief Executive Officer Brady W. Dougan. "Dieses Ergebnis haben wir in einem sehr schwierigen Geschäftsumfeld erzielt."

Brady W. Dougan Credit Suisse Group

Brady W. Dougan, Vorstandsvorsitzender der Credit Suisse Group Pressefoto

Rückgang beim Investement, Verlust bei den Vermögen

Im Investment Banking konnten die Auswirkungen der Verwerfungen am Markt in Grenzen gehalten werden: Das Segment verzeichnete ein Ergebnis vor Steuern von 4,83 Milliarden Franken, was einem Rückgang um 19 Prozent gegenüber 2006 entspricht. Einzig wirklich wunder Punkt war der Bereich Vermögensverwaltung (Asset Management). Dort schrieb die Bank einen Quartalsverlust von 247 Millionen Franken. Der Gewinn sank um 30 Prozent auf 354 Millionen Franken. Die Bank hatte im Zusammenhang mit der Hypotheken-Krise in den USA Wertpapiere aus einem eigenen Geldmarktfonds erworben. Zudem waren dort bei den Vermögen Netto-Abflüsse von 24,9 Milliarden Franken im vierten Quartal zu verbuchen.

Die Bar-Dividende soll auf der Generalversammlung im April für das Geschäftsjahr 2007 angehoben werden, von 2,24 auf 2,50 Franken.

Konkurrenz leidet

Die große Konkurrentin UBS, die von allen europäischen Banken den größten Verlust mit amerikanischen Hypotheken minderer Qualität erwirtschaftet hat, hat für 2007 einen Verlust von rund 4,4 Milliarden Franken in Aussicht gestellt und will am kommenden Donnerstag (14.2.) die endgültigen Zahlen vorlegen. Für das laufende Jahr zeigte sich Finanzchef Renato Fassbind optimistisch. Die Risikopositionen will die Bank weiter reduzieren. (sams)

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