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Politik

Cowboy-Romantik soll Vertrautheit schaffen

Russlands Staatschef Wladimir Putin und US-Präsident George W. Bush treffen sich an diesem Dienstag in Washington zu ihrem vierten Gipfel. Als besondere Geste endet der dreitätige Staatsbesuch auf Bushs Ranch in Texas.

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George W. Bush, links, und Wladimir Putin bei ihrem Gipfeltreffen in Slowenien am 16. Juni 2001.

Putin besucht zum ersten Mal offiziell die USA. Die beiden Staatsmänner werden voraussichtlich über den gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus, das geplante amerikanische Raketenabwehrsystem und die Wirtschaftsfragen beraten. Beobachter erwarten vom Gipfeltreffen eine Verständigung darüber, die offensiven Nuklearwaffen erheblich zu verringern. Unwahrscheinlicher ist aber eine endgültige Einigung im Streit über die US-Pläne für eine Raketenabwehr.

In einem am Sonntag veröffentlichten Interview signalisierte Putin Kompromissbereitschaft. Er deutete an, dass Russland bereit sei, das ABM-Abkommen von 1972 über die Begrenzung nationaler Raketenabwehrsysteme großzügiger als bisher auszulegen. Es wird damit gerechnet, dass die beiden Regierungen die Meinungsverschiedenheiten über den ABM-Vertrag vorerst ausklammern werden. Russland würde nach diesem Szenario keine Einwände gegen die geplanten Tests für eine Raketenabwehr erheben. Die USA würden im Gegenzug zunächst nicht den ABM-Vertrag kündigen. Das könnte erst später geschehen, wenn endgültig über den Aufbau des technisch umstrittenen Abwehrsystems entschieden werde.

US-Präsident Bush hat bereits angekündigt, dass die USA die Zahl ihrer strategischen Nuklearwaffen verringern wollen. Das hänge nicht von einer russischen Zustimmung ab. Die Zahl der Sprengköpfe übersteige die zur nuklearen Abschreckung erforderliche Grenze. Bush ist Medienberichten zufolge bereit, auf unter 2000 zu gehen. Russland hatte früher bereits ein Limit von 1500 vorgeschlagen. (im)

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