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Sport

Costa fährt allen anderen davon

Der Portugiese Costa holt seinen zweiten Tagessieg. Der Deutsche Andreas Klöden kommt als Zweiter ins Ziel. Die Gelegenheiten, Chris Froome das Gelbe Trikot noch abzunehmen, werden für die Konkurrenten immer seltener.

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Der Portugiese Rui Costa hat die 19. Etappe der Tour de France gewonnen und damit bereits seinen zweiten Tagessieg bei der 100. Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt gefeiert. Der Fahrer des spanischen Teams Movistar setzte, wie schon bei seinem Erfolg auf der 16. Etappe, den entscheidenden Angriff am letzten Berg und ließ mit dem Franzosen Pierre Rolland (Europcar) seinen letzten Konkurrenten hinter sich.

Bis zum Ziel fuhr er auf den Zweitplatzierten Andreas Klöden (RadioShack-Leopard) 48 Sekunden Vorsprung heraus. "Costa war zu stark. Aber ich bin glücklich über meine Leistung und nicht enttäuscht", sagte Klöden. "Wir haben niemanden für das Klassement, deshalb gehen wir in die Ausreißergruppen." Dritter wurde Klödens Team-Kollege Jan Bakelants aus Belgien.

Rolland fährt sich leer

Es war eine schwere Etappe, die die Fahrer über 204,5 Kilometer von Bourg d'Oisons nach Le Grand-Bornand führte. Dabei musste das Feld auf den ersten 85 Kilometer zwei Bergwertungen der höchsten Kategorie überqueren, den Col du Glandon (1924 Meter) und den Col de la Madeleine (2000 Meter). Danach folgten ein Berg der zweiten und zwei Berge der ersten Kategorie.

Zunächst fuhr der Kanadier Ryder Hesjedal (Garmin) vorneweg. Dahinter folgte eine Ausreißergruppe mit 28 Fahrern. Aus der Gruppe gesellte sich bald Rolland zu Hesjedal. Rolland wollte die Etappe nutzen, um möglichst viele Punkte im Kampf um das gepunktete Trikot des besten Bergfahrers aufzuholen. Bald konnte Hesjedal nicht mehr mithalten und Rolland setzte seine Flucht auf den letzten 70 Kilometern alleine fort. Mit etwas mehr als einer Minute Vorsprung fuhr er in den letzten Anstieg zum Col de la Croix Fry (1477 Meter). Dann aber schwanden die Kräfte des Franzosen. Costa nutzte die Gelegenheit: Er riss aus der Gruppe aus, überholte Rolland und rettete seinen Vorsprung ins Ziel.

Letzte Chance für die Verfolger

Das Feld der Favoriten um den Träger des Gelben Trikots, Christopher Froome (Sky), rollte mit mehreren Minuten Rückstand geschlossen ins Ziel. In der Gesamtwertung änderte sich auf den vorderen Plätzen daher nichts: Immer noch führt der Brite Froome mit 5:11 Minuten Vorsprung vor Alberto Contador aus Spanien (Saxo-Tinkoff) und 5:32 Minuten auf den Kolumbianer Nairo Quintana (Movistar). Ein Wermutstropfen aus deutscher Sicht: Neben einigen anderen Fahrern musste auch der deutsche Profi Marcel Sieberg (Lotto-Belisol) das Rennen während der 19. Etappe aufgeben.

Vor der sogenannten Tour d'Honneur, der Fahrt nach Paris am Schlusstag der 100. Tour de France, steht am Samstag (20.07.2013)  noch eine kurze, aber anspruchsvolle Bergetappe an. Über 125 Kilometer geht es auf einem Rundkurs von Annecy nach Annecy-Semnoz. Dabei sind neben einigen kleineren Anstiegen ein Berg der ersten Kategorie und als Schlussanstieg ein Berg der höchsten Kategorie zu bewältigen. Hier bietet sich für Alberto Contador die letzte Gelegenheit, das Unmögliche vielleicht doch noch möglich zu machen und Christopher Froome das Gelbe Trikot zu entreißen.

asz/sn