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Sport

Copa America: Das Sommermärchen Lateinamerikas

In Venezuela huldigen die Fans traditionell dem Baseballsport. Doch mit der Copa America regiert ab sofort der Fußball. Und die Begeisterung um die lateinamerikanische Meisterschaft ist groß.

Schwitzen für den Titel: Lionel Messi ist mit Argentinien großer Favorit

Trainieren für den Titel: Argentinien mit Lionel Messi ist einer der Top-Favoriten

Die Stimmung in Venezuela ist mindestens vergleichbar mit einer Fußball-Europameisterschaft und beinahe so euphorisch wie bei der WM 2006 in Deutschland. An jeder Ecke hängen Begrüßungsplakate, die Autos haben riesige Aufkleber auf der Heckscheibe und täglich landen auf dem Flughafen von Caracas tausende von Fußballtouristen aus Mexiko, Argentinien und anderen Teilnehmerländern.

Wenn's hilft: die Nationalmannschaft Venezuelas beim Kirchgang

Wenn's hilft: die Nationalmannschaft Venezuelas beim Kirchgang

Bei der 41. Copa America (26.6. bis 25.7.07) treffen sich alle zehn Mannschaften aus dem südamerikanischen Verband (Conmebol) plus zwei eingeladene Teams aus anderen Regionen der Welt. Die Gäste in diesem Jahr sind die USA und Mexiko, die Favoriten die Schwergewichte Argentinien und Brasilien. Nicht nur für die Fans ist die Copa América wichtig, auch für die Spieler ist die Veranstaltung die größte Börse des Fußballs in Lateinamerika. Scouts von den besten Klubs der Welt sind auf der Suche nach neuen Talenten. Auf diese Weise kam zum Beispiel Roque Santa Cruz nach Deutschland.

Nur zwei Spiele in der Hauptstadt

Die Copa America 2007: Zwölf Teams spielen den Meister aus

Die Copa America: Zwölf Teams spielen den Meister aus

Die Organisatoren der Copa America haben viel investiert, um Fußball in Venezuela noch populärer zu machen. Im Osten des Landes, wo überwiegend Baseball und Basketball gespielt werden, wurden über 150 Millionen Euro ausgegeben, um neue Stadien zu bauen (Maturín) und alte zu modernisieren (Puerto Ordaz und Puerto la Cruz).

Dort, wo Mexiko, Brasilien, Chile und Ecuador ihre Spiele bestreiten werden, ist es den Organisatoren gelungen, eine nicht gekannte Begeisterung für den Fußball zu wecken. Die übrigen acht Mannschaften spielen im Westen, in der Nähe von Kolumbien - dem Land, das diese Sportart in Venezuela eingeführt hat.

Letzte Vorbereitungen: hier im Cachamay Stadion in Porto Ordaz

Letzter Schliff: hier im Cachamay Stadion in Porto Ordaz

Ungewöhnlich für die Copa America, die seit 1916 ausgetragen wird, ist die Tatsache, dass die Hauptstadt des Gastgeberlandes nur mit zwei Spielen vertreten sein wird. In Caracas, wo die Renovierung vom Olympiastadion im Uni-Gelände noch auf Hochtouren läuft, findet nur ein Halbfinale und das Spiel um den dritten Platz statt. Das Finale am 15. Juli wird in Maracaibo gespielt.

Nicht alle Stars dabei

Sportlich hat die Copa America, trotz einer fast makellosen Organisation, wegen der Absage einiger wichtiger Weltstars viel Kritik ausgelöst. Brasilien, mit vier Bundesligisten an Bord (Gilberto und Mineiro von Hertha BSC und Diego und Naldo von Werder Bremen), ließ seine beiden Stars Ronaldinho und Kaka zu Hause.

Auch die Balljungen bereiten sich gewissenhaft vor

Auch die Balljungen bereiten sich gewissenhaft vor

Mexiko muss nach der kurzfristigen Absage von Carlos Salcido vom holländischen Meister PSV Eindhoven und den beiden deutschen Meistern, den Stuttgartern Pavel Pardo und Ricardo Osorio, auch auf wichtige Spieler verzichten. Nur Argentinien tritt mit allen seinen Weltstars auf. Im Kader für die Copa America sind Lionel Messi, Hugo Tevez, Hernan Crespo und sogar Juan Roman Riquelme, der in letzter Minute seine Rückkehr in die Nationalmannschaft ankündigt hatte. Ernsthafter Kandidat für den Titel in Venezuela ist Paraguay, mit dem Bundesligaspieler Roque Santa Cruz und Julio dos Santos von Bayern München und dem eingebürgerten Argentinier Jonathan Santana von Wolfsburg. Peru mit Paolo Guerrero vom Hamburger SV und Uruguay mit dem deutschen Vize-Meister Dario Rodríguez von Schalke 04 werden ebenfalls Chancen auf die Meisterschaft eingeräumt.

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