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Wirtschaft

Condomi goes Südafrika

Der Weltmarkt für Kondome wächst rasant. Diesen Umstand will sich die Kölner Condomi AG zu nutze machen. In Südafrika soll die erste Condomi-Fabrik entstehen.

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Kondome sind immer gefragter: 500 Millionen der Verhüter könnten Jahr für Jahr weltweit zusätzlich verkauft werden. Vor allem Afrika sieht Volker de l'Homme de Courbière, Vorstandsvorsitzender der Condomi AG in Köln, als Wachstumsmarkt:

"Ganz klar steht natürlich Afrika an vorderster Stelle, wenn man sich überlegt, dass auf dem ganzen Kontinent keine einzige Kondomproduktion existiert, ist das schon erschütternd. Zumal wenn man dann weiß, dass zwei von drei HIV-Infizierten auf diesem Kontinent leben."

In Südafrika soll die erste Kondomfabrik entstehen

Im Rahmen eines Joint-Ventures will Condomi in Südafrika vom kommenden Jahr an 100 Millionen Kondome jährlich auf den Markt bringen. Die Rohkondome kommen dabei aus dem Stammwerk in Erfurt. Im südafrikanischen East London sollen sie veredelt, geprüft und verpackt werden. Die südafrikanische Condomi-Fabrik soll den gesamten afrikanischen Markt beliefern – und der braucht immerhin mehrere Milliarden Kondome pro Jahr, so Schätzungen.

Bislang wurden die Präservative für Afrika immer aus Europa oder Asien eingeflogen. Für Volker de l'Homme de Courbière ist dies der falsche Weg:

"Wir merkten, dass so wie Entwicklungspolitik bisher gelaufen ist, dass irgendwo im Weltmarkt Gesundheitseinrichtungen oder Staaten Kondome kaufen und über einem Land abkippen, dass das nicht funktionieren kann. Dadurch schafft man keine Akzeptanz."