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Klimawandel

CO2-Wert hat neuen Rekordwert erreicht

Der Klimawandel soll gebremst werden. Nun bremsen UN-Experten jedoch allzu große Hoffnungen: Das Treibhausgas Kohlendioxid werde auf gefährlichem Rekordniveau bleiben. Mit den Folgen hätten noch Generationen zu kämpfen.

Die CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre hat im vergangenen Jahr einen Höchstwert von 400 ppm (parts per million, Teilchen pro Million) erreicht. Das geht aus dem aktuellen Treibhausgasbericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hervor. In diesem Jahr sei der Wert nach Angaben der UN-Wetterexperten mehrfach überschritten worden. Auch die Zukunftsprognose der Forscher gibt kaum Anlass zu glauben, der Klimawandel lasse sich schnell stoppen: In den kommenden Jahrzehnten würden die durchschnittlichen globalen Kohlendioxid-Konzentrationen auf diesem hohen Niveau bleiben, heißt es weiter.

Auslöser für den Anstieg der Kohlendioxid-Konzentration sei unter anderem das Wetterphänomen El Niño. El Niño habe Dürren in den Tropen verursacht und verringere damit die Fähigkeit von Wäldern, Regionen mit starkem Bewuchs und von Ozeanen, das Kohlendioxid zu absorbieren.

CO2-Rekordwert dämpft Beschlüsse des Pariser Klimagipfels

Mit den Beschlüssen der Weltklimakonferenz in Paris habe das Jahr 2015 im Kampf zur Begrenzung der Erderwärmung zwar "eine neue Ära des Optimismus eingeläutet", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. "Zugleich geht es durch die Feststellung einer neuen Ära des realen Klimawandels mit rekordhohen Treibhausgaskonzentrationen in die Geschichte ein." Beim Weltklimagipfel in Paris hatten die Teilnehmer das Ziel vereinbart, die Erderwärmung klar unter zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

Denn seit der Industrialisierung produziert der Mensch mehr Kohlendioxid und andere Treibhausgase als die Natur wieder aufnehmen kann. CO2 entsteht vor allem bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Öl, Kohle und Gas. Es trägt zu etwa 76 Prozent zum Treibhauseffekt bei. Kohlendioxid kann Jahrzehnte in der Atmosphäre überleben.

Am 7. November beginnt in Marrakesch die UN-Klimakonferenz, die erste nach der Ratifizierung des Pariser Weltklimapakts. Auf EU-Ebene wird dann debattiert, wie die von der Gemeinschaft zugesagte Minderung der Treibhausgase auf die 28 Staaten verteilt wird.

vk/sti (dpa, rtr, epd)

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