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Aktuell Nahost

Clooney-Verlobte Alamuddin soll Völkerrechtsverstöße in Gaza prüfen

UN-Experten sollen mögliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Gaza-Krieg untersuchen. Berufen wurde auch die Londoner Juristin Alamuddin, jüngst in den Schlagzeilen durch ihre Verlobung mit Hollywood-Star Clooney.

Zusätzliche Aufmerksamkeit dürfte der Arbeit der Ermittler der Vereinten Nationen im Nahen Osten durch die prominente Besetzung sicher sein: Im Auftrag des Genfer UN-Menschenrechtsrats soll auch die Londoner Anwältin Amal Almuddin den jüngsten Konflikt im Gazastreifen und in den palästinensischen Autonomiegebieten auf Verstöße gegen das Völkerrecht überprüfen. Die britisch-libanesische Expertin für internationales Recht hatte jüngst weltweit die Titelseiten der bunten Presse geschmückt, als ihre Hochzeit mit Hollywood-Star George Clooney verkündet wurde.

Die 36-Jährige arbeitete früher unter anderem für den Internationalen Gerichtshof und war beratend für das UN-Sondertribunal für den Libanon tätig. Wie Alamuddin sind auch die zwei anderen Mitglieder der Untersuchungskommission angesehene Menschenrechtsexperten: Der frühere UN-Berichterstatter zu Rassismus und Rassendiskriminierung, der senegalesische Jurist Doudou Diène, sowie der kanadische Professor für internationales Recht, William Schabas, der die Kommission auch leiten wird.

Der Genfer UN-Rat hatte die Einsetzung einer Kommission zur Untersuchung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Gebieten - darunter auch Ost-Jerusalem - Mitte Juli beschlossen. Die unabhängigen Juristen sollen insbesondere Verantwortliche für strafbare Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte ausfindig machen. Im Visier sind dabei beide Seiten, die israelischen Streitkräfte sowie die militanten Palästinenser. Der Bericht soll im März 2015 vorgelegt werden.

Unter ägyptischer Vermittlung verhandeln Israelis und Palästinenser wieder über ein Ende des Gaza-Krieges. Bei einem Scheitern droht eine neue Eskalation der Gewalt. Rechtsorientierte israelische Minister verlangten die erneute Entsendung von Bodentruppen in den Gazastreifen und einen Sturz der radikalislamischen Hamas, falls die Raketenangriffe auf Israel nicht dauerhaft gestoppt werden. Geheimdienstminister Juval Steinitz bekräftigte die israelische Forderung nach einer vollständigen Entmilitarisierung des Gazastreifens.

Die wieder für drei Tage vereinbarte Waffenruhe schien zunächst zu halten.

SC/wl (APE, rtre, afp, dpa)