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Welt

Clinton will oder will nicht Vize werden

Clinton strebt nicht das Amt der Vizepräsidentin an, ließ sie durch ihr Wahlkampfteam ausrichten. Ob sie es auch ablehnt, wenn sie gefragt wird, ließ sie hingegen offen. Jetzt gab es ein erstes Treffen mit Obama.

Will gefragt werden: Clinton mit Obama (Archivbild) (Foto: AP)

Will gefragt werden: Clinton mit Obama (Archivbild)

Die gescheiterte Präsidentschaftsbewerberin bestritt am Donnerstag (5.6.2008) in einer Erklärung ihr Interesse an dem Posten. Ob die New Yorker Senatorin das Amt trotzdem annehmen würde, wenn Barack Obama es ihr anböte, blieb unklar. US-Medien zufolge kamen Hillary Clinton und Obama am späten Donnerstagabend zu einem unangekündigten Treffen in Washington zusammen. Über Einzelheiten wurde zunächst nichts bekannt.

"Senatorin Clinton hat im gesamten Prozess deutlich gemacht, dass sie alles tun wird, dass ein Demokrat in das Weiße Haus gewählt wird", erklärte Clintons Wahlkampfteam. "Sie strebt nicht die Vizepräsidentschaft an und niemand spricht für sie außer sie." Die Wahl liege bei Senator Obama, "und nur bei ihm", hieß es in der Erklärung weiter.

Clintons Name steht auf "jeder Liste"

Am Mittwoch hatte Clinton nach einem beharrlichen Vorwahlkampf das Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten zugunsten Obamas aufgegeben. Ihr Rückzug hatte Spekulationen über eine mögliche gemeinsame Kandidatur der beiden Rivalen genährt.

Der Senator aus Illinois sagte am Donnerstag dem Fernsehsender CNN, der Name Clinton stehe natürlich auf "jeder Liste", wenn es um die Vizepräsidentschaft gehe. Er kündigte an, bald das Gespräch mit Clinton zu suchen: "Wir werden ein Gespräch darüber haben, wie wir weitermachen und die Kräfte bündeln. um sicher zu stellen, dass wir im Novermber Erfolg haben."

Nach CNN-Informationen hat ein erstes Treffen bereits am späten Donnerstagabend in Washington stattgefunden. Die beiden Senatoren veröffentlichten danach eine gemeinsame Erklärung. Darin betonten sie nach Angaben der Zeitung "New York Times", dass sie eine "ertragreiche Diskussion über die wichtige Arbeit, die getan werden muss, um (bei den Präsidentenwahlen) im November Erfolg zu haben", gehabt hätten.

Ein Sondierungskomitee soll es richten

Aussagen über einen möglichen Vizekandidaten machte Obama bislang nicht. Er hat für die Vizekandidaten-Frage ein dreiköpfiges Sondierungskomitee eingesetzt, das mögliche Kandidaten prüfen soll.

Mit dem 46-jährigen Senator wird sich erstmals ein afro-amerikanischer Politiker als Spitzenkandidat der Demokraten um die Präsidentschaft bewerben. Am Dienstagabend hatte er nach den letzten Vorwahlen in den Bundesstaaten Montana und South Dakota die zur Nominierung auf dem Parteitag Ende August nötige Zahl von 2118 Delegierten erreicht.

Rückzug mit Ankündigung

Clinton hat für Samstag eine Kundgebung in Washington anberaumt, bei der sie offiziell ihren Verzicht auf die demokratische Präsidentschaftskandidatur verkünden und Obama ihre Unterstützung aussprechen will. (kap)

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