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Amerika

Clinton verspricht Pakistan 7,5 Milliarden Dollar

US-Außenministerin Hillary Clinton hat Pakistan 7,5 Milliarden Dollar an Hilfsgeldern zugesichert. Damit sollen die Trinkwasserversorgung, die Energieerzeugung und das Gesundheitswesen in Pakistan verbessert werden.

US-Außenministerin Hillary Clinton und Pakistans Innenminister Rehman Malik stehen nebeneinander(Foto: AP Photo/B.K. Bangash)

Clinton neben Pakistans Innenminister Malik

Hillary Clinton machte die Zusage vor dem Beginn ihrer Gespräche mit der pakistanischen Regierung am Montag (19.07.2010). Sie wolle damit zeigen, dass die USA nicht nur Länder im Kampf gegen den Terrorismus unterstützen, sondern auch das Alltagsleben der Bürger verbessern wollen. "Wir wissen, dass viele Pakistaner den Eindruck haben, Amerikas Engagement starte und ende mit der Sicherheitspolitik. Sicherheit ist aber nur ein Teil dieser lebenswichtigen Partnerschaft", so Clinton. Am Montag trifft sich die US-Außenministerin mit der politischen und militärischen Führung Pakistans zu einem "strategischen Dialog". Pakistan gilt als der wichtigste Verbündete im Kampf gegen die radikal-islamischen Taliban-Rebellen.

Handelsabkommen zwischen Pakistan und Afghanistan

Die Finanz- und Handelsminister von Afghanistan und Pakistan schütteln Hände. US-Außenministerin Hillary Clinton klatscht im Hintergrund Beifall. (Foto: AP Photo/Paul J. Richards, Pool)

Das Handelsabkommen wird feierlich besiegelt

Am Sonntag (18.07.2010) hatten Pakistan und Afghanistan im Beisein Clintons erstmals seit 50 Jahren ein bilaterales Handelsabkommen unterzeichnet. Es beinhaltet eine Lockerung der Beschränkungen beim grenzüberschreitenden Handel. Die Parlamente beider Länder müssen dem Abkommen noch zustimmen. Dem Abkommen vorausgegangen waren jahrelange Verhandlungen, an denen sich auch die Vereinigten Staaten von Amerika beteiligt hatten. Hillary Clinton rief Pakistan und Afghanistan zu einem Ausbau der zivilen Kooperation und zu einer Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Taliban und von Al-Kaida auf.

Clinton fordert stärkeres Vorgehen gegen den Terrorismus

Menschen stehen an einem Absperrgitter und schauen auf den menschenleeren Times Square in New York (Foto: AP Photo/Craig Ruttle)

Nach Bombenalarm abgesperrter Times Square

Die US-Außenministerin forderte am Sonntagabend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad von Pakistan stärkere Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus. Clinton wies zwar darauf hin, dass Pakistan und die USA ihre Beziehungen vertieft hätten. "Es gibt aber bei niemandem einen Zweifel daran, dass es verheerende Auswirkungen auf unsere Beziehungen haben würde, wenn Anschläge gegen die USA auf einen pakistanischen Ursprung zurückverfolgt werden könnten", so Clinton gegenüber dem Rundfunksender BBC. Vermutlich spielt die US-Außenministerin auf den gescheiterten Autobombenanschlag am New Yorker Times Square im Mai dieses Jahres an. Der Tatverdächtige Faisal Shahzad ist gebürtiger Pakistaner und soll ein Sprengstofftraining von der pakistanischen Gruppe Tehrik-e-Taliban erhalten haben. Sie ist die Dachorganisation der militanten Taliban in Pakistan. Die USA sehen Pakistan als das Hauptquartier sowohl der Taliban als auch der Terrororganisation Al-Kaida. Bei ihrem letzten Besuch in Pakistan im vergangenen Oktober hatte Clinton für Verstimmungen gesorgt, als sie pakistanischen Regierungsvertretern vorwarf zu wissen, wo sich führende Al-Kaida-Mitglieder versteckt hielten.

Clintons Reise geht weiter

Pakistan ist die erste Station der Asienreise Hillary Clintons. Am Dienstag fährt sie weiter in die afghanische Hauptstadt Kabul. Dort findet erstmals eine internationale Geberkonferenz für Afghanistan statt. Unter anderem wird dort auch über einen Zeitplan für den Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan beraten. Anschließend wird sie Südkorea und Vietnam besuchen.

Autor: Marco Müller (afpd, ap, dpa)
Redaktion: Anne Herrberg

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