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Amerika

Clinton und Obama streiten heftig, aber höflich

Vor den TV-Kameras in Cleveland ging es für Hillary Clinton und Barack Obama um sehr viel - ja beinahe um alles: Es war ihre letzte Fernsehdebatte vor den möglicherweise entscheidenden Vorwahlen in Texas und Ohio.

(AP Photo/Mark Duncan)

Hart in der Sache, aber fair im Umgang - so wollten sie sich ihren (möglichen) Wählern zeigen

Clinton und Obama bei TV-Debatte (AP Photo/Kiichiro Sato)

Obama liegt vorn, doch noch ist ihr Rennen offen

In der Fernsehdebatte stritten die beiden rivalisierenden Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten über Themen wie Gesundheitspolitik, den Krieg im Irak und das Freihandelsabkommen mit Mexiko und Kanada (NAFTA). Auch negative Wahlkampftaktiken warfen die Ex-First Lady und der schwarze Senator aus Illinois einander vor. Der Ton der Debatte am Dienstagabend (26.02.2008, Ortszeit) war höflich, aber zugespitzt.

In ersten Experten-Analysen wurde Obama ein besseres Abschneiden in der Debatte bescheinigt. Nach einer Serie von elf Vorwahlsiegen hintereinander hatte Obama die Favoritenrolle im Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur erobert.

Clintons letzte Chance?

Clinton (AP Photo/Mark Duncan)

Sie liegt in Umfragen vor allem bei der Totalablehnung vorn

Clinton muss nach übereinstimmendem Urteil politischer Beobachter am 4. März in Ohio und Texas klar gewinnen, um weiter Chancen auf die Nominierung zu haben. Vor diesem Hintergrund galt die Fernsehdebatte - die insgesamt zwanzigste im demokratischen Vorwahlkampf - für sie als besonders wichtig. Experten sahen in der Diskussion aber keinen Wendepunkt zu ihren Gunsten. Nach jüngsten Umfragen kurz vor der Debatte lag Obama in Texas knapp in Führung. In Ohio hat sich Clintons Vorsprung auf etwa zehn Prozent verringert.

Die New Yorker Senatorin (60) erklärte in der TV-Debatte, dass sie weiter für eine Nominierung kämpfen werde. Wie bereits zuvor verwies sie vor allem auf ihre langjährige Erfahrung insbesondere auch auf außenpolitischem Gebiet. Ausdrücklich distanzierte sich Clinton von einem am Wochenende verbreiteten Foto, das Obama in traditioneller muslimischer Kleidung mit Turban zeigt. Ein US-Internetportal hatte das Bild mit dem Hinweis verbreitet, es sei von Mitarbeitern Clintons in Umlauf gebracht worden.

Günstiges Bild für McCain

Obama (AP Photo/Mark Duncan)

Er gilt außenpolitisch als unerfahren

Obama sorgte für einen versöhnlichen Schlusspunkt, indem er seiner Rivalin bescheinigte, dass sie des Präsidentenamtes "würdig" sei. In jedem Fall wäre sie für die Aufgabe besser geeignet als der voraussichtliche republikanische Spitzenkandidat John McCain, sagte der 46-Jährige. Er glaube aber, dass er ein noch besserer Präsident als Clinton wäre, "weil ich das Land auf eine einzigartige Weise zusammenbringe würde".

Eine Umfrage unter Wählern, welchen Kandidaten sie auf gar keinen Fall im Weißen Haus sehen möchten, zeichnet allerdings ein für McCain günstiges Bild. 33 Prozent würden demnach unter keinen Umständen McCain wählen. Immerhin 43 Prozent wollen auf gar keinen Fall Obama als Präsident haben. Hillary Clinton stößt bei 46 Prozent aller Befragten auf eine Totalablehnung. (mas)

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