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Welt

Clinton und Obama kämpfen weiter

Im US-Bundesstaat Mississippi fällt die nächste Entscheidung im Duell Obama-Clinton. Bei der Wahl gilt Barack Obama als klarer Favorit. Er lehnte das Angebot Hillary Clintons ab, ihr Vizekandidat zu werden.

Fotomontage: Hillary Rodham Clinton und Barack Obama. (AP Photo/Rick Bowmer)

Noch nie war eine US-Vorwahl so hart wie bei der Entscheidung zwischen Clinton und Obama

Bei den Vorwahlen im US-Bundesstaat Mississippi am Dienstag (11.3.2007) prognostizieren letzte Umfragen einen klaren Sieg Barack Obamas. Etwa die Hälfte der Demokraten-Wähler in dem Südstaat sind Afroamerikaner, sie zählen zu Obamas Stammwählerschaft.

Bei der Abstimmung werden 33 Delegierte für den Nominierungsparteitag im August festgelegt. Damit kann Obama darauf hoffen, dass er seinen Vorsprung von insgesamt 120 Delegierten für den Nominierungsparteitag im Spätsommer weiter ausbauen kann, wenn auch wegen des proportionalen Verteilungsschlüssels nur geringfügig.

Obama will nicht Vizekandidat werden

Clinton jubelt mit Anhängern. (AP Photo/Mark Duncan)

Nach einer Reihe von Niederlagen siegte Clinton in Texas und Ohio

Ein Wahlerfolg könnte Obama auch in der öffentlichen Wahrnehmung den Rücken stärken, der durch das Angebot seiner Rivalin Hillary Clinton, als ihr Vizekandidat bei der Präsidentenwahl im November anzutreten, in Bedrängnis geraten ist. "Ich weiß nicht, wie jemand, der an zweiter Stelle liegt, demjenigen auf Platz eins die Vizepräsidentschaftskandidatur anbieten kann", wies der Senator aus Illinois das Angebot zurück. Die Entscheidung über die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten liege bei den Wählern.

Die Diskussion über ein "Dreamteam" Clinton-Obama waren angesichts des lang anhaltenden Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen den beiden Spitzenkandidaten in Gespräch gekommen. Der innerparteiliche Konflikt reibt die Kräfte der Demokraten zusehends auf, während sich der Spitzenkandidat der Republikaner, John McCain, bereits auf den Wahlkampf im November vorbereiten kann. Damit bangen die Demokraten um die Präsidentschaft, die ihnen bisher von Meinungsforschungsinstituten als relativ sicher prognostiziert wurde.

"Das Einzige, was uns bezwingen kann, ist die Tatsache, dass wir gespalten sind", sagte der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Howard Dean, dem Fernsehsender ABC am Sonntag. Beide Kontrahenten müssten deshalb die Regeln einhalten, damit auch der Unterlegene nach der Entscheidung um die Präsidentschaftskandidatur davon überzeugt sein könne, gerecht behandelt worden zu sein, forderte Dean.

Barck Obama stellt sich den Fragen von Journalisten, am 4.3.2008. (AP Photo/Rick Bowmer)

Obama stellt sich den Fragen von Journalisten

Im harten Kampf um die Kandidatur hat Obama bisher 1578 Delegiertenstimmen gewonnen. Das sind 110 mehr als für die New Yorker Senatorin Clinton. Für eine Mehrheit auf dem Parteitag in Denver im Staat Colorado sind 2025 Stimmen erforderlich, es fehlen ihm also noch 447 Stimmen. Nach Mississippi stehen noch zwölf Abstimmungen an - die nächsten Vorwahlen sind am 22. April in Pennsylvania.

Wahrscheinlich entscheiden die Superdelegierten

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Obama oder Clinton bei den noch ausstehenden Vorwahlen genügend Delegiertenstimmen gewinnen, um sich die Präsidentschaftskandidatur vor dem Parteitag zu sichern. Um nominiert zu werden, sind sie auf die rund 800 sogenannten Superdelegierten angewiesen - Parteifunktionäre und gewählte Mandatsträger, die anders als die normalen Delegierten nicht auf einen Bewerber festgelegt und damit in ihrer Entscheidung frei sind. (lk)

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