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Welt

Clinton lässt politische Zukunft offen

Die Senatorin Hillary Clinton hat ihre Niederlage bei den US-Vorwahlen der Demokraten eingestanden und dem Sieger Barack Obama ihre Unterstützung zugesagt. Zu ihrer politischen Zukunft äußerte sie sich nicht konkret.

Hillary Clinton bei ihrem Auftritt vor Anhänger in Washington (Quelle: AP)

Kein leichter Moment für Hillary Clinton. Im Hintergrund: Tochter Chelsea, Ehemann Bill und Mutter Dorothy

Vor tausenden Anhängern sagte die frühere First Lady Hillary Clinton in Washington: "Heute beende ich meine Kampagne und gratuliere ihm." Sie sagte, sie gebe Barack Obama ihre Unterstützung und rief ihre Anhänger auf, "für ihn genauso hart zu arbeiten wie für mich". Nun sei es an der Zeit, sich zusammenzuschließen und bei der Präsidentenwahl am 4. November das Land herumzureißen.

Keine Aussage zur Vizepräsidentschaft

Hillary Clinton und Barack Obama, die Rivalen der Demokratischen Partei, bei einem Treffen im Juli 2006 (Quelle: AP)

Bilden sie doch noch ein Team? Clinton und Obama bei einem Treffen 2006

Eine konkrete Aussage zur ihrer politischen Zukunft vermied Clinton bei dem Auftritt. Vor allem äußerte sich die 60-Jährige nicht zu der spannenden Frage, ob sie für das Amt der Vizepräsidentin zur Verfügung stehen würde. Clinton versicherte, sie werde weiterhin tun, was sie seit langem mache: "Dafür arbeiten, dass jeder Amerikaner die Chancen bekommt, die ich selbst hatte." Ein persönliches Treffen mit Obama hatte vor kurzem Spekulationen genährt, Clinton könne sich um den Posten bemühen. Obama hat dazu bisher eine klare Aussage vermieden.

Obama fühlt sich "geehrt"

Obama begrüßte den Schritt seiner bisherigen Rivalin und zeigte sich begeistert: "Ich ehre sie für den tapferen und historischen Wahlkampf, den sie geführt hat", sagte er. Der schwarze Senator sprach Clinton zugleich eine wichtige Rolle im Wahlkampf gegen die Republikanische Partei zu. Das amerikanische Volk brauche dringend einen Wandel, betonte Obama und fügte hinzu: "Ich weiß, dass sie bei diesem Kampf in vorderster Front bleiben wird – in diesem Herbst und in den kommenden Jahren."

Senator Barack Obama spricht zu Anhängern in Minnessota (Quelle: AP)

Freut sich über den Sieg: Barack Obama

Obama hatte sich am Ende der Vorwahlen am Dienstag die nötigen Delegiertenstimmen gesichert. Offiziell soll er auf dem Parteitag im August zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten nominiert werden. Damit ist er aller Voraussicht nach der erste schwarze Kandidat für das höchste Staatsamt der USA. Als Kandidat der Republikaner tritt bei der Wahl im November John McCain an.

Historische Dimension betont

An der Seite ihres Mannes Bill Clinton und ihrer Tochter Chelsea betonte Hillary Clinton die historische Dimension des Duells mit Obama. "Kinder werden heute aufwachsen und es als natürlich ansehen, dass ein Afroamerikaner oder eine Frau Präsident der Vereinigten Staaten werden kann." Keine Frau sei einer Kandidatur um das Weiße Haus so nahe gekommen wie sie.

Hillary Clinton winkt in Washington ihren Anhängern zu (Quelle: AP)

Clinton dankt ihren Anhängern und sagt Ade

Zu der Abschiedsansprache der ehemaligen First Lady waren tausende Anhänger im National Building Museum in der US-Hauptstadt zusammengeströmt. Viele Fans der kämpferischen Politikerin, die meisten davon Weiße, trugen T-Shirts mit Clintons Namen. Das Gebäude, das nur wenige Blocks vom Weißen Haus entfernt ist, war mit vielen US-Fahnen geschmückt.

Clinton beschwört Einheit der Partei

Clinton hatte zu Beginn des Vorwahlkampfes als sichere Favoritin gegolten. Der mit 17 Monaten ungewöhnlich lange und harte Wahlkampfmarathon bei den Demokraten hat einen Riss in der Partei hinterlassen. Die 60-Jährige bemühte sich daher in ihrer Rede, die Demokraten wieder zu einen. "Die Demokratische Partei ist eine Familie, und jetzt ist die Zeit gekommen, wieder zusammenzurücken."

Hillary Clinton beendete ihre Wahlkampf offiziell nicht völlig, sondern setzte ihn nur aus. Das gibt ihr die Möglichkeit, bis zum Nominierungsparteitag der Demokraten in Denver noch Spenden zu sammeln. Während des Wahlkampfs hatte sie rund 30 Millionen Dollar Schulden angehäuft. (kle)

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