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Aktuell Amerika

Clinton haarscharf vorn in Kentucky, Sanders siegt in Oregon

Die frühere US-Außenministerin wollte in Kentucky ein Zeichen setzen und bei den Vorwahlen der Demokraten ihren Konkurrenten deutlich hinter sich lassen. Das ist ihr nicht gelungen. Klarer ist die Lage in Oregon.

Hillary Clinton (Foto: Reuters/J. Sommers)

Hillary Clinton bei einer Wahlkampfveranstaltung in Kentucky

Hillary Clinton erhielt in Kentucky 46,8 Prozent der Stimmen, Sanders 46,3 Prozent. Damit holte sie - wie der Sender CNN ausrechnete - nur rund 1800 Stimmen mehr als der 74 Jahre alte Senator. Das offizielle Ergebnis steht noch aus. Immerhin konnte die Ex-Außenministerin damit ihre Serie von Niederlagen stoppen. Die beiden Politiker dürften sich aber nach Einschätzung von Beobachtern die 55 Delegiertenstimmen aufteilen, die in dem östlichen US-Bundesstaat zu vergeben waren.

Infografik US-Vorwahlen Gewinner Stand 17.05.2016 Deutsch

Laut CNN und dem TV-Sender NBS siegte Sanders aber in Oregon. Hier habe er 53 Prozent erzielt, Clinton 47. In dem Bundesstaat an der Westküste wählten auch die US-Republikaner. Donald Trump hat auf dem Weg zur Kandidatur seiner Partei keinen Gegenkandidaten mehr. Damit rückt er der Zahl von 1237 Delegiertenstimmen immer näher, die er für seine Nominierung benötigt.

Präsidentschaftskandidat und Clinton-Gegner Bernie Sanders (Foto: Getty Images/AFP/R. Kerr)

Er siegt weiter - und ärgert Clinton weiter: Bernie Sanders

Sanders: Bis zur letzten Stimme kämpfen

Zwar hat Sanders keine Chance mehr, die Mehrheit der Delegierten beim Nominierungsparteitag der Demokraten für den Präsidentschaftskandidaten hinter sich zu vereinen. Dennoch ist sein Zulauf vor allem bei jungen Wählern ungebrochen – und solange er seinen Wahlkampf weiter führt, fehlen Clinton diese Stimmen. Sanders Sympathiewerte in Umfragen sind die besten aller noch im Rennen verbliebenen Bewerber - inklusive Republikaner Trump. Sanders bekräftigte inzwischen bei einem Wahlkampfauftritt in Kalifornien, dass er im Rennen bleiben und bis zur letzten Stimme kämpfen werde.

Clinton hingegen hat Probleme, die jungen Leute sowie die weiße Arbeiterschicht zu begeistern. Die Erfolge von Sanders halten sie davon ab, sich auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur schon voll auf Trump zu konzentrieren. Der Senator könnte eine Kampfabstimmung auf dem Nominierungsparteitag im Juli suchen. Die Demokraten befürchten einen bleibenden Riss ihrer Partei, weil die Anhänger Clintons und Sanders' nicht mehr zueinander finden.

Finale in Kalifornien und New Jersey

Es ist der vorletzte größere Wahltermin in einem Abstimmungsmarathon, der im Februar in Iowa begonnen hatte. Das Finale steigt am 7. Juni, wenn unter anderem die bevölkerungsreichsten Staaten Kalifornien und New Jersey abstimmen.

sti/fab/wa (dpa, afpe, APE, rtre)

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