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Aktuell Afrika

Clinton auf Werbetour in Afrika

Außenministerin Clinton nimmt sich Zeit für ihren Besuch auf dem schwarzen Kontinent. Elf Tage lang sieht sie sich in sieben Ländern um - und muss wohl auch auf Kritik gefasst sein.

Zum Auftakt hat Hillary Clinton Korruption und Gewaltherrschaft in weiten Teilen des Kontinents angeprangert. "Viele Afrikaner leben noch immer unter autokratischen Herrschern, die sich mehr um den eigenen Machterhalt kümmern als um das Wohlergehen ihrer Bürger", sagte Clinton in Senegals Hauptstadt Dakar. Zugleich lobte sie das Land als stärksten und verlässlichsten Partner der USA im französischsprachigen Afrika.

Über Lage in Mali besorgt

Das politische Chaos im Nachbarland Mali als Folge des Militärputsches vom März bereitet ihr dagegen große Sorgen, wie Clinton weiter ausführte. Die Vereinten Nationen würden dem Land erst dann wieder helfen, wenn die Demokratie wiederhergestellt sei. In Malis Norden wollen islamistische Rebellen mit angeblichen Kontakten zur Terrororganisation Al-Kaida einen eigenen Staat auf Grundlage der Scharia errichten.

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Hillary Clinton besucht ein Gesundheitszentrum in Dakar

Keine Wirtschaftsprogramme

Die amerikanische Außenministerin hofft auch darauf, den Afrikanern ihr Land als Alternative zu dem wachsenden wirtschaftlichen und politischen Einfluss Chinas schmackhaft machen zu können. Doch sie wird wohl eher mit Kritik rechnen müssen. Denn auf wirtschaftliche Unterstützung in irgendeiner Form können sich ihre Gastgeber keine Hoffnungen machen. Die USA, die nach wie vor unter der Finanz- und Wirtschaftskrise leiden, hätten schlichtweg kein Geld übrig, "um spektakuläre neue Wirtschaftsinitiativen in Afrika zu stemmen", sagte Jennifer Cooke, Leiterin des Afrika-Programms am Zentrum für Strategische und Internationale Studien in Washington.

Noch im Juli 2009 hatte Barack Obama, der erste afroamerikanische Präsident in der Geschichte der USA, in Ghana erklärt, die USA stünden bereit, die Nationen Afrikas bei ihren Bemühungen um bessere Staatsführung, der Bekämpfung der Korruption und der Lösung regionaler Konflikte zu unterstützen. Gezielte Projekte der US-Regierung blieben jedoch aus, wie afrikanische Diplomaten beklagen.

Uganda, Südsudan...

Zweite Station der Afrika-Reise Clintons wird an diesem Donnerstag Uganda sein. Dort war vor kurzem das lebensbedrohende Ebola-Fieber wieder ausgebrochen. Mindestens 16 Menschen starben bisher an der Seuche.

Außerdem wird die Außenministerin Südsudan, Malawi, Kenia und Südafrika besuchen. In Ghana wird sie zur Beerdigung des Ende Juli gestorbenen Präsidenten John Evans Atta Mills erwartet.

se/wl (rtr, dpa, afp)

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