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Amerika

Chronologie: Die Beziehungen der USA zu Kuba

Vor fast 50 Jahren verhängten die USA ein Wirtschaftsembargo gegen Kuba, das bis heute gilt. Doch die Zeichen stehen mittlerweile wieder auf Annäherung. Eine Chronologie.

Castro (Foto: dpa)

Fidel Castro nach seiner Amtseinführung in Havanna 1959

4. Januar 1959: Nach einem Guerillakrieg gegen den von Washington unterstützten Diktator Fulgencio Batista zieht Fidel Castro siegreich in Kubas Hauptstadt Havanna ein.

Oktober 1960: Washington erlässt ein Teilembargo gegen die Insel. Bereits unmittelbar nach der Revolution hatten die USA die Wirtschaftshilfe eingestellt und die Einfuhr von Zucker gedrosselt, Kubas wichtigstem Exportgut.

17. April 1961: Mit Hilfe des US-Geheimdienstes CIA versucht eine Söldnertruppe von Exilkubanern, das Regime zu stürzen. Kubas Revolutionsarmee schlägt die Invasion in der Schweinebucht zurück.

24. März 1962: Die USA verhängen eine vollständige Wirtschaftsblockade gegen Kuba.

Oktober 1962: Die Kubakrise wegen der Stationierung sowjetischer Raketen auf der Insel führt die Welt an den Rand eines Atomkrieges. US-Präsident John F. Kennedy verhängt eine Seeblockade und handelt mit Kremlchef Nikita Chruschtschow den Abtransport der Raketen aus.

Mai 1977: 16 Jahre nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen eröffnet Washington in Havanna eine "Interessenvertretung" unter dem Dach der tschechoslowakischen Botschaft. Kuba richtet eine als Gast der Schweiz in Washington ein.

April 1980: Tausende Kubaner besetzen Perus Botschaft in Havanna. In den folgenden Monaten reisen mehr als 120.000 Menschen legal aus.

5. Februar 1992: Der Kongress verabschiedet den "Cuban Democracy Act", der US-Firmen in Drittländern jeden Kuba-Handel untersagt. Die meisten Charterflüge zwischen Miami und Havanna werden verboten. Der direkte Post- und Telefonverkehr mit der Insel wird aber zugelassen.

3. November 1993: Die UN-Vollversammlung fordert die USA mit 88 Stimmen bei 57 Enthaltungen und vier Gegenstimmen (darunter Washington) auf, das Embargo aufzuheben.

August 1994: Mehr als 30.000 Kubaner fliehen per Floß in Richtung USA. Washington und Havanna einigen sich im Mai 1995 darauf, dass die USA auf See aufgegriffene Bootsflüchtlinge nach Kuba zurückbringen.

24. Februar 1996: Kubas Luftwaffe schießt zwei mit Exilkubanern bemannte Kleinflugzeuge vor Havanna ab. Washington erlässt daraufhin das Helms-Burton-Gesetz zur Verschärfung des Embargos.

30. Juni 2004: Washington verschärft die Reisebeschränkungen. So dürfen in den USA lebende Kubaner oder US-Bürger mit kubanischer Abstammung nur noch einmal alle drei Jahre statt wie bisher jährlich zu Verwandten auf die Insel reisen.

29. Oktober 2008: Die UN stimmen erneut für ein Ende des US-Embargos gegen Kuba. Die Entscheidung ist nicht bindend. Die USA sind eins von drei Ländern, die dagegen votieren.

April 2009: Der neue US-Präsident Barack Obama lockert Reisebeschränkungen für Exilkubaner und Vorschriften für Geldtransfers.

(wa/dpa/ap)