1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Deutschland

Christopher Street Day in Berlin

Er wirkt wie ein Karneval im Sommer, hat aber einen politischen Hintergrund: An diesem Wochenende feiern in Berlin Hunderttausende Menschen den 37. Christopher Street Day (CSD).

Christopher Street Day 2014 Berlin

Parade zum CSD 2014 in Berlin

Bunte Kostüme, laute Musik und ausgelassene Stimmung – so treten Schwule, Lesben und transsexuelle Menschen in der deutschen Hauptstadt für mehr Rechte ein. Das Finale der großen Parade findet Sonnabendnachmittag am Brandenburger Tor statt. Die Veranstaltungen sollen das Selbstbewusstsein sexueller Minderheiten demonstrieren, die sich selbst mit dem englischen Kürzel LGBTI (Lesbian, gay, bisexual, transgender, intersex) bezeichnen.

Zu den Teilnehmern gehören lesbische Chöre und schwule Sportgruppen genauso wie Vertreter politischer Parteien, ausländischer Botschaften und großer Konzerne. Im Szenebezirk Friedrichshain-Kreuzberg marschierten die homosexuellen Aktivisten bereits am Freitagnachmittag auf dem kleineren "Kreuzberger CSD“.

Derartige Demonstrationen laufen weltweit in vielen Städten, unter unterschiedlichen Namen wie "Gay Pride“, "Stonewall Day“ oder "Regenbogen-Parade“. Sie erinnern an Vorfälle vom 28. Juni 1969 in New York. Nach einem Polizei-Einsatz in der Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street lieferten sich Homosexuelle und Polizisten tagelange Straßenschlachten.

Die erste Parade in Berlin fand am 30. Juni 1979 statt. Im vergangenen Jahr hatte es nach einem Streit zwischen Veranstaltern, Szene und Politikern zwei getrennte Demonstrationen gegeben. Wieder vereint, rechnen die Veranstalter dieses Jahr mit etwa 700.000 Menschen zu Feier und Marsch unter der Regenbogenfahne - wenn das Wetter mitspielt. Bei Regen bietet das Deutsche Historische Museum eine Alternative mit einer Ausstellung über schwules und lesbisches Leben. Parallel dazu zeigt das Schwule Museum in Berlin Kunst zu dem Thema.

ot/ks (dpa, Tagesspiegel)

Die Redaktion empfiehlt