1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

Christie's: Rekordpreis für Manet

Das Ölgemälde "Le Printemps" des französischen Impressionisten Edouard Manet ist in New York für 65 Millionen Dollar versteigert worden. Der bisherige Höchstpreis für ein Manet-Werk wurde damit fast verdoppelt.

65,13 Millionen Dollar (52 Millionen Euro) bot ein Käufer am Mittwoch (05.11.2014) im New Yorker Auktionshaus Christie's für Manets Werk "Le Printemps" (Der Frühling). Das Ölgemälde entstand 1881 und zeigt eine damals berühmte Schauspielerin: eine junge, ernst blickende Frau in Sonntagskleidung in einem Meer von Blumen. Ursprünglich hatte Manet alle vier Jahreszeiten malen wollen, es wurden dann aber doch nur der "Frühling" und der "Herbst".

Durch die Auktion ist der Rekord für ein Werk Edouard Manets fast verdoppelt worden - bisher lag er bei 33 Millionen Dollar, gezahlt bei Sotheby's in London im Jahr 2010 für ein Selbstporträt Manets. "Le Printemps" befand sich seit mehr als einem Jahrhundert, seit 1909, in Privatbesitz. Die letzten 20 Jahre war es als Leihgabe in der Nationalen Kunstgalerie in Washington ausgestellt. Das Auktionshaus Christie's hatte das Gemälde mit 25 bis 30 Millionen Dollar bewertet. Nach einem erbitterten Bieterkampf ging das Bild letztlich an einen Käufer aus der ersten Reihe.

Kein Bieter für Leger, weiterer Auktionsrekord für Severini

Alberto Giacometti Plastik Chariot

Alberto Giacomettis Plastik "Chariot"

Bei der Auktion wurden auch mehrere kubistische Gemälde versteigert. Für das zweitteuerste Gemälde - ein Bild Fernand Legers - fand sich jedoch kein Bieter. Der Abend bei Christie's hatte aber noch eine zweite Überraschung zu bieten: Für Gino Severinis "Etude pour Autoportrait au canotier" hatte man mit höchstens 1,5 Millionen Dollar gerechnet, es wurden dann aber fast 4,8 Millionen - Auktionsrekord für den 1966 verstorbenen italienischen Futuristen.

101 Millionen für Giacomettis Plastik "Chariot"

Auch die Plastik "Stele III" (1962) von Alberto Giacometti wurde deutlich über den Erwartungen verkauft. Geschätzt worden war sie auf etwa 5,5 Millionen, ihr neuer Besitzer zahlte aber schließlich 9,9 Millionen Dollar. Der Kaufpreis beträgt allerdings nicht einmal ein Zehntel dessen, was eine Plastik des Schweizers am Dienstag (04.11.2014) gekostet hatte: "Chariot" brachte bei Sotheby's, ebenfalls in New York, 101 Millionen Dollar ein.

nf/rey (afp/dpa)