1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

Chipkarten für die Welt

Ob im Londoner Nahverkehr, auf ägyptischen Kreditkarten oder in brasilianischen Mobiltelefonen: Chipkarten von Giesecke & Devrient aus München gibt es weltweit.

default

Ägypten: Geldkarten aus Deutschland. Papiergeld auch?


Manche Länder Asiens haben die Staaten Europas längst hinter sich gelassen, zumindest, wenn es um den Einsatz von Chipkarten geht. So hat Taiwan bereits eine elektronische Gesundheitskarte eingeführt. In Deutschland diskutiert man noch darüber. Dabei könnte man nach Berechnungen von G&D jedes Jahr 250 Millionen Euro sparen, wenn man die Rezepte in Zukunft nicht mehr von Hand ausfüllen, sondern sie auf einen Chip speichern würde.

Biometrischer Ausweis für Macao

Macao hat den weltweit ersten Personalausweis mit Chip eingeführt hat. "Macao wurde 1999 von Portugal an die Volksrepublik China zurückgegeben - die Leute brauchten also neue Ausweise", erinnert sich Projektkoordinator Matthias Merx. "Vor dem Hintergrund, dass 100.000 Menschen täglich über die Grenze nach China gehen, wollten sie eine ganz moderne Karte". Auf dem Chip des Personalausweises von G&D sind zwei Fingerabdrücke gespeichert. Damit können die Bürger Macaos automatisch die Grenze nach Festland-China überqueren.

In Deutschland werden biometrische Kennzeichen wie der Fingerabdruck, die Iris oder das Gesichtsfeld bisher erst versuchsweise für Grenzkontrollen eingesetzt - wie derzeit am Frankfurter Flughafen. Die Bundesregierung plant allerdings, mittelfristig alle Pässe mit Chips auszustatten. Auch die USA versuchen seit längerem, solche Ausweisdokumente international als Standard durchzusetzen. Sie versprechen sich dadurch mehr Sicherheit an den Grenzen.

Alles aus einer Hand

Sollte sich der Pass mit Chip tatsächlich durchsetzen, so wäre dies ein weiterer Geschäftsbereich des über 150 Jahre alten Unternehmens Giesecke & Devrient, das auch heute noch im Besitz der beiden Gründerfamilien ist. Seit Giesecke & Devrient 1852 in Leipzig als Wertpapierdrucker gegründet wurde, hat sich das Produktportfolio enorm ausgeweitet. "Wir stellen Papier für Banknoten her, wir stellen die Banknoten selber her, wir stellen Banknoten-Bearbeitungsmaschinen her, mit denen Sie die Qualität und die Echtheit von Banknoten überprüfen können. Und wir sind ein Chipkarten-Anbieter."

Oberstes Gebot: Vertrauen und Zuverlässigkeit in allen Bereichen. Egal, ob Banknoten, Kreditkarten oder elektronische Pässe - nur solide geführte Unternehmen erhalten in solch sensiblen Bereichen Aufträge. Inzwischen wird ein Großteil des Jahresumsatzes von insgesamt gut einer Milliarde Euro im Ausland erwirtschaftet.