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Aktuell Asien

Chinesischer Großinvestor wieder aufgetaucht

Vor vier Tagen war der chinesische Milliardär Guo Guangchang spurlos verschwunden. Nun ist der "Warren Buffet Chinas" wieder aufgetaucht. Offiziell hat er bei "gewissen Ermittlungen der Justizbehörden" geholfen.

Chinesischer Milliardär Guo Guangchang (Foto: DPA)

Der chinesische Großinvestor Guo Guangchang war vor vier Tagen spurlos verschunden

Der in der Vorwoche verschwundene chinesische Milliardär Guo Guangchang nahm in einem Shanghaier Hotel an einer Konferenz seines Konzerns Fosun teil, wie chinesische Medien berichteten. Zuvor hatte Fosun mitgeteilt, dass Guo seit seinem mysteriösen Verschwinden vor vier Tagen der Polizei bei Ermittlungen geholfen habe. Es handele sich in erster Linie um eine "private Angelegenheit" des Firmengründers. Die Ermittlungen würden nicht bedeutetn, dass es bei Fosun Probleme gibt.

Investoren von Fosun sehen das anders: Nachdem Fosun-Aktien vergangenen Freitag nach dem Verschwinden des Chefs in Hongkong vom Handel ausgesetzt wurden, rutschten die Papiere zu Wochenbeginn über zehn Prozent ins Minus.

Korruptionsermittlungen?

Das chinesische Wirtschaftsmagazin "Caixin" hatte am Freitag zuerst berichtet, dass der 48-Jährige nicht mehr von seinen Mitarbeitern erreicht werden könne. Nutzer von sozialen Netzwerken hätten beobachtet, wie er am Flughafen in Shanghai von Polizisten abgeführt worden sei. Das Magazin schrieb von möglichen Korruptionsermittlungen gegen den Investor. Sollte gegen Guo tatsächlich wegen Korruption ermittelt werden, wäre dies mit Abstand der bedeutendste Geschäftsmann, der so zu Fall gebracht werden könnte.

Einer der reichsten Chinesen

Guos Vermögen beträgt laut der Nachrichtenagentur Bloomberg 5,6 Milliarden Dollar (5,1 Milliarden Euro), auf der Liste der reichsten Chinesen liegt er auf Platz 17. Sein Unternehmen, die Fosun-Gruppe, ist eines der größten Privatunternehmen Chinas.

Die Unternehmensbeteiligungen der Fosun-Gruppe erstrecken sich auf die Bereiche Immobilien, Finanzen, Stahl, Unterhaltung und Pharmazie. Auch in Deutschland besitzt Fosun Anteile von Firmen, unter anderem vom Hamburger Modeunternehmen Tom Tailor.

cr/as (dpa, afp)