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Wissen & Umwelt

Chinesische Mondmission nimmt privaten Satelliten mit

China schickt eine Sonde zum Mond - zur Vorbereitung einer späteren Landung. Mit an Bord der Erkundungsrakete: ein Gedenk-Mini-Satellit des deutschen Weltraum-Unternehmens LuxSpace/OHB.

Chinesischen Raketenstart einer Langer Marsch 3 Rakete in Xichang

Die Langer-Marsch-3-Rakete mit Chang'e 5 T1 und M4 auf dem Weg zum Mond.

Am frühen Freitagmorgen (24. Oktober 2014) startete im chinesischen Xichang eine Rakete vom Typ Langer Marsch 3 mit der Mondsonde Chang'e-5 T1 an Bord.

Die Sonde soll in den kommenden Tagen den Mond erreichen und umrunden. Am Ende soll die sie eine Kapsel sicher zur Erde zurücksenden, als Test für eine spätere robotische Mondmission - voraussichtlich im Jahre 2017.

Dann möchten die Ingenieure mit einem Lander Gesteinsproben auf dem Mond einsammeln und in einer ähnlichen Kapsel - einer verkleinerten Version eines Raumschiffs von Typ Shenzou - zur Erde zurück schicken.

Erdbeobachtung Satelliten der Firma OHB (Foto: BDLI)

Satelliten der Firma OHB

Mini-Satellit aus Bremen

Mit an Bord der Rakete ist auch ein Mini-Satellit des Bremer Weltraumunternehmens LuxSpace/ OHB. Der Satellit nennt sich Manfred Memorial Moon Mission (4M) und soll das Gedenken an den Raumfahrtpionier Manfred Fuchs aufrechterhalten, der in diesem Jahr verstorben ist. Fuchs hatte seit den 1980er Jahren aus dem einstigen mittelständischen Unternehmen für Hydrauliktechnik OHB in Bremen ein führendes Unternehmen für Satellitentechnik gemacht.

Den Flug des 4M-Satelliten begleiten Funkamateure weltweit. Sie empfangen Botschaften und Grußworte, die der Mini-Satellit sendet. Zudem misst der Satellit während des gesamten Fluges Strahlungsdosen der kosmischen Strahlung. Das Ziel: Nachdem 4M vom Mond zurückkehrt, soll er in eine Erdumlaufbahn einschwenken und dort die Strahlungsintensität erforschen.

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