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Wirtschaft

Chinesische Aktien immer beliebter

Auch deutsche Privatanleger wollen von dem wirtschaftlichen Aufschwung in Fernost profitieren. "Go East" - diesem Trend hat sich nun auch die Börse in der deutschen Hauptstadt angeschlossen.

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Börsianer: China im Blick


Die Börse Berlin hat in den vergangenen Wochen ihr Angebot an chinesischen Werten deutlich ausgeweitet. Mit einem Zuwachs von 500 China-Aktien sind an dieser Börse nun rund 1000 der wichtigsten Aktiengesellschaften aus dem Reich der Mitte handelbar. Das sind nicht nur die so genannten H-Aktien, die in Hongkong gelistet sind, sondern auch Aktien, die man sonst nur an der Heimatbörse erwerben kann.

Finanzdienstleister im Fokus der Anleger

Das Angebot an chinesischen Aktien stößt bei den Anlegern auf großes Interesse. Die Anteilsscheine der bekannten Unternehmen, wie Cash Financial Services und china.com gehören schon zu den Umsatzträgern an der Börse in Berlin. Der erst seit September 2003 in Berlin handelbare Finanzdienstleister Cash Financial Services hat in diesem kurzen Zeizraum bereits 39 Millionen Euro Umsatz auf sich gezogen.

Finanzdienstleister stehen insgesamt zusammen mit Internetunternehmen und Versicherungen besonders im Fokus der Anleger. Eva Klose, Pressesprecherin der Berliner Börse sieht das China-Phänomen auch im Zusammenhang der generellen Aufhellung an den Märkten. Aber grundsätzlich gelte wohl: "Das Interesse und sozusagen die China-Phantasie sind schon da."

Eine China-"Blase" wird noch nicht befürchtet

Die China-Fantasie wurde vor kurzem durch den Börsengang von China Life Insurance noch weiter beflügelt. Der größte Börsengang 2003 brachte dem chinesischen Lebensversicherer drei Milliarden US-Dollar frisches Kapital ein. Im Vorfeld waren die Aktien von China Life mehr als das Zwölffache überzeichnet. Auch die Telefonleitungen in Berlin standen nicht still. Anleger wollten wissen, wann sie China Life in ihr Portfolio aufnehmen können. Es erinnert schon an die Boomjahre 1999 und 2000. Ein Unternehmen geht an die Börse und alle wollen mitgehen. Dennoch glaubt Eva Klose von der Berliner Börse, dass wir von einer China-Blase noch weit entfernt sind:

"China wird aufmerksam beobachtet, das ist ein interessanter Markt. Und ich denke, Anleger, die sich mit internationalen Aktien befassen, die so etwas kaufen, die versuchen sich auch zu informieren. Und ich denke, man ist sich bewusst, welches Land ein größeres Risiko birgt, welches Land ein geringeres Risiko birgt. Anleger sind inzwischen schon sehr viel mündiger geworden."