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Aktuell Europa

Chinesen und Russen planen Militärmanöver im Mittelmeer

China und Russland rücken seit geraumer Zeit immer näher zusammen - wirtschaftlich wie militärisch. Als Zeichen ihrer Macht wollen die beiden Atommächte eine gemeinsame Militärübung im Mittelmeer abhalten.

Das Manöver ist für Mitte Mai geplant und es soll scharfe Munition dabei zum Einsatz kommen, wie ein chinesischer Militärsprecher in Peking ankündigte. Zugleich versicherte er, "dass dieses gemeinsame Manöver nicht gegen eine dritte Partei gerichtet ist und nicht im Zusammenhang steht mit der regionalen Sicherheit".

Es ist das erste Mittelmeer-Manöver der beiden Länder, deren Beziehungen in jüngster Zeit immer enger geworden sind. Laut den Angaben aus Peking sollen neun Schiffe an der Übung beteiligt sein, von denen drei aus China kommen.

Einsatz in fernen Gewässern proben

Diese befinden sich zur Zeit vor der Küste von Somalia, wo sie am internationalen Kampf gegen Piraterie am Horn von Afrika beteiligt sind. Nach den Worten des Militärsprechers wollen Chinesen und Russen im Mittelmeer den Marineeinsatz in "fernen Gewässern" proben.

Die Volksrepublik liegt besonders im Ost- und im Südchinesischen Meer im Streit mit mehreren Nachbarländern um rohstoffreiche Meeresgebiete. Vor allem die Beziehungen zu Japan haben sich wegen des Streits zwischen Peking und Tokio um eine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer seit 2012 dramatisch verschlechtert.

Xi demonstriert Schulterschluss mit Moskau

Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hat die japanische Regierung ihre Militärzusammenarbeit mit den USA verstärkt und neue Verteidigungsrichtlinien mit Washington vereinbart. Ein Schritt, der in Peking mit größtem Argwohn zur Kenntnis genommen wurde.

Angesichts der Wirtschaftssanktionen, die der Westen im Ukrainekonflikt verhängt hat, hat Russland mit China einen willigen Verbündeten gefunden, der großes Interesse an russischen Bodenschätzen hat. Zum Zeichen der Unterstützung will der chinesische Präsident Xi Jinping am 9. Mai nach Moskau reisen und an den Feiern zum 70. Jahrestag des Siegs über Hitlerdeutschland teilnehmen, während die meisten westlichen Regierungschefs fernbleiben wollen.

uh/kle (afp,ap)