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Wirtschaft

Chinesen greifen nach Opera

Der Internetbrowser Opera geht wohl in chinesische Hände. Ein Konsortium von Unternehmen aus China biete gut eine Milliarde Euro für das norwegische Internet- und Werbeunternehmen, teilte Opera mit.

Der Betreiber des Internetbrowsers Opera, das norwegische Unternehmen Opera Software, hat ein Kaufangebot des chinesischen Investmentfonds Golden Brick Silk Road erhalten. Der Fonds habe 10,5 Milliarden Kronen (1,2 Milliarden Euro) geboten, teilte Opera Software am Mittwoch in Oslo mit. Der Aufsichtsrat habe das Angebot einstimmig angenommen.

Firmenchef Sverre Munck sagte, es sei entscheidend für das Internet- und Werbeunternehmen, Partner zu finden. Nur so könne Opera an den Erfolg von Internetriesen wie Facebook oder Google anschließen.

Großaktionäre haben bereits zugestimmt

Das chinesische Konsortium biete 71 norwegische Kronen je Aktie für das 20 Jahre alte Unternehmen, wie Opera weiter mitteilte. Das entspreche einem Aufpreis von 45,6 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Großaktionäre, die rund 33 Prozent der Unternehmensanteile hielten, hätten das Angebot bereits akzeptiert.

Opera Software hatte kein Geheimnis aus seiner Suche nach einem Käufer gemacht. Am Freitag war der Handel mit Opera-Aktien an der Börse in Oslo mit Blick auf eine bevorstehende Mitteilung ausgesetzt worden. Die Aktien von Opera haben im Lauf des vergangenen Jahres fast die Hälfte an Wert verloren.

Opera ist der weltweit am fünfthäufigsten genutzte Browser nach dem Internet Explorer von Microsoft, Mozilla Firefox, Google Chrome und Safari von Apple.

zdh/hb (afp, rtr)