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Weltmächte

Chinesen empört über Pentagon-Bericht

Nach der Militärbasis in Ostafrika plane China seinen nächsten ausländischen Stützpunkt in Pakistan, heißt es im Jahresbericht des US-Verteidigungsministeriums. Peking treibe seine globale Militärpräsenz voran.

Chinesische Marine in Manila, Philippinen (Getty Images/AFP/T. Aljibe)

Chinesische Marinesoldaten nach einem Einsatz vor der Küste Somalias

Nicht nur im Südchinesischen Meer zeige sich die aggressive Strategie der chinesischen Führer. Nach dem Aufbau seines ersten Marinestützpunkts außerhalb der Heimat im ostafrikanischen Dschibuti werde China möglicherweise nach Pakistan gehen, heißt es im neuen Jahresbericht des US-Verteidigungsministeriums an den Kongress. "China wird sehr wahrscheinlich zusätzliche Militärbasen in Ländern aufbauen wollen, mit denen es langjährige freundschaftliche Beziehungen und ähnliche strategische Interessen teilt - etwa Pakistan", berichten die Pentagon-Experten. 

China Peking Hua Chunying , a Chinese Foreign Ministry spokeswoman (picture-alliance/Kyodo)

Pentagon-Bericht in Peking heruntergeputzt: Außenamtssprecherin Hua

Das chinesische Außenministerium wies den Washingtoner Bericht als "unverantwortlich" zurück. Außenamtssprecherin Hua Chunying wollte sich vor der Presse zu "Spekulationen" nicht äußern, und bekräftigte, man verteidige nur seine Sicherheitsinteressen und sein Territorium. Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen China und Pakistan seien keine Bedrohung für Dritte. Das chinesische Verteidigungsministerium beklagte, das Pentagon versuche nur seine Theorie von einer Bedrohung durch Peking aufzubauschen.   

China veräußert im größeren Umfang Rüstungsgüter nach Pakistan. So war im vergangenen Jahr der Verkauf von acht U-Booten vereinbart worden. Die Regierung in Peking möchte zudem gemeinsam mit dem südasiatischen Land einen ökonomischen Korridor in den Mittleren und Nahen Osten schaffen. 

Vorposten in Ostafrika

Der erste Auslandstützpunkt in Dschibuti, errichtet seit Februar 2016, soll nach amtlichen Pekinger Angaben den chinesischen UN-Friedenstruppen in Afrika dienen und den Kampf gegen Piraterie am Horn von Afrika unterstützen. In dem Pentagon-Report wird die "strategisch wichtige" Basis gemeinsam mit regelmäßigen Besuchen chinesischer Kriegsschiffe als Teil des wachsenden militärischen Einflusses Chinas in der Region bewertet. 

Das US-Verteidigungsministerium geht davon aus, dass China 2016 mehr als 180 Milliarden Dollar für Rüstung ausgab. Der offizielle Etat des Landes für den Sektor betrug rund 140 Milliarden Dollar.

SC/stu (APE, afpe, rtr)