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Politik

Chinas Präsident zu seltenem Besuch in Nordkorea

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il hat in Pjöngjang den chinesischen Präsidenten Hu Jintao empfangen. Beide sprachen sich für eine Lösung des Streits um Nordkoreas Atomwaffenprogramm aus.

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Hu Jintao (links) und der nordkoranischen Führer Kim Jong Il


Hu Jintao besucht Nordkorea zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt als Präsident vor zwei Jahren - und das unmittelbar vor Beginn einer neuen Runde der Sechs-Nationen-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm. Sie sollen am 8. November in Peking aufgenommen werden. An den Sechs-Länder-Verhandlungen nehmen neben Nordkorea, den USA und Vermittler China auch Südkorea, Japan und Russland teil. Als Vermittler drängt China seinen schwierigen Nachbarn und dessen Hauptkontrahenten USA zu mehr Flexibilität in den Gesprächen.

Uneins über Vereinbarungen

In der letzten Verhandlungsrunde wurde erstmals ein gemeinsames Dokument über Grundzüge für eine Beseitigung des Atomwaffenprogramms vereinbart. Es begann jedoch umgehend ein Streit über die Frage, welcher Schritt bei der Umsetzung zuerst erfolgen soll. Nordkorea verlangt zuerst die Lieferung eines Leichtwasserreaktors, die die USA aber erst zu einem "angemessenen" Zeitpunkt diskutieren wollen, wenn Nordkorea sein Atomwaffenprogramm beseitigt hat.

Ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang bekräftigte, dass sich Nordkorea an die Grundsätze der gemeinsamen Erklärung vom September halte und durch Dialog die Schaffung einer koreanischen Halbinsel ohne Atomwaffen erreichen wolle, wie Chinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag berichtete.

USA mit neuen Vorwürfen

Washington bezichtigte die Regierung in Pjöngjang unterdessen der massenhafte Produktion gefälschter Dollar-Noten. Mit der Falschgeld-Produktion werde der Handel mit Massenvernichtungsmitteln betrieben, sagte Stuart Levey, im US-Finanzministerium zuständig für Terrorismus und Geldwäsche. Nordkorea setze die Banknoten, die mit großer Präzision gefälscht würden, für den Waffenhandel ein, sagte Levey bei einem Besuch in Peking. Das werde von der Regierung in Washington "außerordentlich ernst" genommen.

Freundschaftsbekundung

Chinas Staats- und Parteichef Hu weilt auf Einladung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il zu einem dreitägigen Staatsbesuch in China. Er wurde am Flughafen von Pjöngjang von Kim empfangen. "Die Freundschaft zwischen China und Nordkorea fördert die Friedenserhaltung und die Entwicklung des Wohlstands in der Region", sagte Hu. Er äußerte sich zufrieden über die Entwicklung der bilateralen Beziehungen. Hu besuchte auch das Mausoleum für Kim Il Song, den Vater von Kim Jong Il. (arn)

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