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Wirtschaft

Chinas Handel schwächelt

Schrumpfende Importe, schwächelnde Exporte: Enttäuschende Handelszahlen aus China nähren die Sorge vor einer Konjunkturabkühlung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Die Einfuhren fielen im November um 6,7 Prozent zum Vorjahresmonat und damit so stark wie seit einem halben Jahr nicht mehr, erklärte die Zollbehörde in Peking. Ökonomen hatten trotz kräftig gesunkener Ölpreise mit einem Wachstum von fast vier Prozent gerechnet. Die Ausfuhren legten mit 4,7 Prozent vergleichsweise schwach zu. Hier war ein Plus von mehr als acht Prozent vorausgesagt worden.

"Der Rückgang bei den Importen ist zwar teilweise auf rückläufige Rohölnotierungen zurückzuführen", sagte NordLB-Ökonom Frederik Kunze. "Allerdings macht sich auch die zurückhaltende Binnendynamik in den amtlichen Zahlen bemerkbar." Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Politik eingreift. "Der Druck auf die Regierung steigt, mehr für die Stimulierung der Konjunktur zu tun", sagte Analyst Dariusz Kowalczyk von Credit Agricole CIB in Hongkong.

Warten auf die Notenbank

Die Zentralbank könnte noch in diesem Jahr die Banken entlasten, indem diese weniger Geld bei ihr als Sicherheit hinterlegen müssen. Dadurch würden mehr Mittel für Kredite frei. "Im Januar könnte dann eine Zinssenkung folgen", sagte Kowalczyk. Das würde Kredite verbilligen. Diese Aussicht beflügelte die Fantasie der Anleger: Der Aktienindex in Shanghai stieg um mehr als drei Prozent.

Angesichts der schwachen Daten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Wachstumsziel der Regierung von 7,5 Prozent in diesem Jahr verfehlt wird. Es wäre auch so

das kleinste Plus seit fast einem Vierteljahrhundert

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zdh/cr (rtr, dpa)

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