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Wirtschaft

Chinas Börsen erholen sich etwas

Nach den massiven Verlusten und der Aussetzung des Handels haben sich die chinesischen Börsen am Freitag etwas berappelt. Doch weltweit ist die Unsicherheit unter Anlegern und Analysten weiterhin hoch.

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Börsen in China erholen sich

Nach dem Börsenbeben am Vortag haben sich die chinesischen Aktienmärkte am Freitag wieder leicht erholt. Zuvor hatte die chinesische Regierung einen neuen umstrittenen Schutzmechanismus zur Unterbrechung des Handels bei großen Schwankungen wieder abgeschafft.

Auch wurden Sorgen über die Schwäche der chinesischen Währung besänftigt, als der Yuan über Nacht zum ersten Mal seit neun Tagen wieder etwas stärker notierte. Der Kurseinbruch und die Ungewissheit über den Zustand der zweitgrößten Volkswirtschaft hatten am Donnerstag weltweit die Aktienmärkte in den Keller gezogen.

Zum Ende einer äußerst turbulenten Handelswoche haben die Börsen in China am Freitag im Plus geschlossen. Nach starken Kursschwankungen im Tagesverlauf ging die Börse in Shanghai mit einem Plus von knapp zwei Prozent aus dem Handel. Die Börse in Shenzhen schloss mit 1,05 Prozent im Plus.

Nachdem am Vortag zum zweiten Mal der Handel für den Rest des Tages unterbrochen worden war, schaffte die Behördenaufsicht den erst Anfang der Woche eingeführten Mechanismus wieder ab.

Börsen-Notbremse wieder abgeschafft

Er sah eine 15-minütige Zwangspause im Handel vor, wenn der China Securities Index (CSI) mit 300 führenden Werten um fünf Prozent nachgibt. Bei einem Minus von sieben Prozent wurde der Handel für den Rest des Tages beendet. Damit sollten eigentlich große Schwankungen vermieden werden, doch führte diese Art der Notbremsung zu Panik unter Händlern und sorgte für eine Abwärtsspirale.

Es war der erste Abbruch des Handels in der 25-jährigen Geschichte der chinesischen Börsen - und das gleich zweimal in nur vier Tagen. Kritiker sahen die Schwelle für die Unterbrechung auch angesichts der starken Schwankungen in China viel zu niedrig angesetzt.

"Gegenwärtig sind die negativen Folgen des Mechanismus größer als die positiven Auswirkungen", sagte Sprecher Deng Ke von der Wertpapieraufsicht laut der Nachrichtenagentur Xinhua. Um die Stabilität des Marktes zu wahren, sei deswegen entschieden worden, den Sicherungsmechanismus wieder abzuschaffen.

Währungsschwäch sorgt für Unruhe

Für weitere Unruhe an den chinesischen und globalen Börsen sorgte zuvor auch die anhaltende Schwäche der chinesischen Währung gegenüber dem US-Dollar, die Sorgen über Kapitalflucht auslöste. Auch gab es Spekulationen, ob China damit seine Exporte fördern wolle.

Der Yuan-Kurs hatte am Donnerstag den niedrigsten Stand seit fünf Jahren erreicht. Allerdings legte die Zentralbank in Peking den Kurs am Freitag erstmals wieder höher bei 6,5636 Dollar fest, was die Anleger offenbar erst einmal wieder beruhigte.

ul/zdh (dpa)

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