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Welthandel

Chinas Außenhandel wächst wieder

Zum ersten Mal seit neun Monaten haben die chinesischen Exporte im November wieder zugelegt. Volkswirte sehen das bereits als Zeichen für eine Erholung der globalen, aber auch der chinesischen Nachfrage.

China Europa Ankunft Güterzug in Yiwu (picture-alliance/dpa/L. Bin)

Chinesischer Güterzug auf dem Weg nach Euopa

Berechnet in US-Dollar stiegen die Exporte zwar nur leicht an, für Beobachter war das dennoch eine Überraschung: Das Plus von 0,1 Prozent war der erste Zuwachs seit März. Auch die Importe stiegen, hier lag das Plus bei 6,7 Prozent. Das Handelsvolumen erreichte dem chinesischen Zoll zufolge 342 Milliarden US-Dollar.

Im Oktober waren die Exporte noch um mehr als sieben Prozent weggebrochen. Auch für den letzten Monat hatten Volkswirte mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet. China macht nach jahrelangem Boom eine Konjunkturabkühlung zu schaffen. Zuletzt gab es aber vermehrt Signale, dass sich die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt stabilisiert. Dabei könnte die relativ schwache Landeswährung Yuan helfen, die chinesische Waren im Ausland billiger macht.

"Werden unsere Ziele erreichen"

In den ersten drei Quartalen des Jahres erreichte das Wachstum vor allem dank höherer Verschuldung und Infrastrukturinvestitionen  6,7 Prozent. Der Außenhandel hat zum Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt seit Jahresanfang bisher wenig beigetragen. Die Ausfuhren fielen im Jahresverlauf insgesamt um 7,5 Prozent, die Einfuhren sanken um 6,2 Prozent.

Am Mittwoch hatte Ministerpräsident Li Keqiang erklärt, China werde seine wirtschaftspolitischen Vorhaben in diesem Jahr erreichen. "Ungeachtet der Schwierigkeiten und Herausforderungen sind wir sicher, die wichtigsten wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsziele zu schaffen", sagte er nach Angaben des Staatsfernsehens. "Damit wird ein gutes Fundament für Chinas Entwicklung im kommenden Jahr gelegt." Die Regierung strebt für 2016 ein Wirtschaftswachstum von 6,5 bis 7,0 Prozent an.

Angesichts wachsender Schulden und steigender Risiken am Immobilienmarkt raten Experten dazu, im kommenden Jahr ein langsameres Wachstum hinzunehmen. Gleichzeitig sollen schmerzhafte Reformen durchgezogen werden, etwa die Schließung unrentabler Staatsbetriebe und der Abbau von Schulden.

ar/hb (dpa, rtr, ap)