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Außenhandel

China wichtigster Handelspartner Deutschlands

China vor den USA? Jedenfalls in der Reihenfolge der wichtigsten Handelspartner Deutschlands. Da gibt es laut Berechnung des DIHK einen neuen Spitzenreiter. Für Deutschland bleiben die USA Exportmarkt Nummer Eins.

Der Industrie- und Handelskammertag DIHK, ein Interessenverband deutscher Unternehmen, kommt auf der Basis von Hochrechnungen zu seiner neuen Rangliste. Danach ist im vergangenen Jahr China auf die erste Position unter den Handelspartnern Deutschlands aufgerückt. Die USA - bisher die Nummer Eins - sind danach gleich auf die dritte Position abgerutscht. An zweiter Stelle bleibt Deutschlands großer Nachbar Frankreich.

"Mit einer anziehenden Konjunktur könnten die USA aber schon im kommenden Jahr zumindest Platz zwei zurückerobern", sagte der Außenwirtschaftschef des DIHK, Volker Treier, zu der Erhebung - "wenn nicht die Zollpolitik des neuen US-Präsidenten hier einen Strich durch die Rechnung macht", so Treier. Die USA könnten aber nach Einschätzung des DIHK durchaus auch von der veränderten amerikanischen Wirtschaftspolitik unter dem neuen Präsidenten Trump profitieren.

Rückgang um fünf Prozent

Die USA sind nach der DIHK-Liste zwar weiterhin Exportland Nummer 1. Allerdings seinen die Ausfuhren und insbesondere die deutschen Einfuhren aus den Vereinigten Staaten insgesamt zu schwach gewesen, um den Spitzenplatz zu behaupten. Die deutschen Exporte in die USA sind danach 2016 um mehr als fünf Prozent gesunken, weil die Wirtschaft dort langsamer als zuvor gewachsen und stärker binnenorientiert gewesen sei.

Für den Aufstieg Chinas sei entscheidend gewesen, dass sich nach einem schwachen Jahresstart die deutschen Ausfuhren zunehmend dynamisch entwickelt hätten. Dabei helfe der Staat mit massiven Stützungsmaßnahmen wie Infrastrukturinvestitionen und einer sehr lockeren Kreditvergabepolitik. Die USA hatten erst 2015 Frankreich als wichtigster deutscher Handelspartner abgelöst. Frankreich hatte diese Position 60 Jahre gehalten.

ar/hb (dpa, DIHK)