China und Russland planen gemeinsame Militärmanöver | Aktuell Asien | DW | 28.07.2016
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Aktuell Asien

China und Russland planen gemeinsame Militärmanöver

Experten hatten bereits davor gewarnt, dass Peking seine Militärpräsenz im Südchinesischen Meer erhöhen könnte. Nun stehen Manöver mit Russland an. Die Länder wollen die US-Macht im asiatisch-pazifischen Raum verringern.

China Soldaten im Südchinesischen Meer - Xisha Islands

China lässt nicht locker: Im Südchinesischen Meer zeigt das Land Militärpräsenz.

China und Russland wollen gemeinsame Militärübungen im umstrittenen Südchinesischen Meer durchführen. Im September sind Luft- und Seemanöver geplant. Das soll die Beziehungen beider Armeen stärken und sie besser auf mögliche Bedrohungen vorbereiten, teilte das chinesische Außenministerium mit. Es handele sich um eine Routineübung, hieß es. Die Manöver seien nicht gegen andere Länder gerichtet und es beteilige sich auch kein weiterer Staat daran.

Russland und China unterhalten inzwischen ein enges militärisches und diplomatisches Verhältnis. Die beiden Länder führen immer wieder gemeinsame Militärübungen durch.

Streit um das Südchinesische Meer

Im Konflikt um das Südchinesische Meer stehen sich China und die Philippinen, Malaysia, Vietnam und Brunei gegenüber. Das Gebiet ist reich an potenziellen Öl- und Gasvorkommen. Peking beansprucht den größten Teil eines mehr als drei Millionen Quadratkilometer großen Gebiets für sich.

Erst Mitte Juli hatte ein Schiedshof in Den Haag Chinas Ansprüche auf mehr als 80 Prozent des Meeresgebietes als rechtlich unbegründet zurückgewiesen. Die Richter gaben damit einer Klage der Philippinen Recht. Peking lehnte das Urteil ab, weil die chinesische Führung die Zuständigkeit des Schiedshofs nicht anerkennt. Sie bezeichnete das Urteil als "Papierverschwendung".

China hat unter anderem Atolle vor der philippinischen Küste besetzt, dort teilweise Land aufgeschüttet und militärische Installationen gebaut, um seine Ansprüche zu untermauern.

pv/sti (afp, dpa)

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