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Asien

China und ASEAN gründen Freihandelszone

Das neue Jahr beginnt in Asien mit einem wirtschaftlichen Großereignis: China und die ASEAN-Staaten gründen die drittgrößte Freihandelszone der Welt. Angestrebtes Handelsvolumen: 200 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)

Die neue Freihandelzone - damit die asiatische Wirtschaft in Zukunft noch mehr brummt

Es ist ein Abkommen, von dem beide Parteien profitieren: China ist an Rohstoffen aus den zehn Staaten der Gemeinschaft Südostasiatischer Nationen interessiert. Die sehr unterschiedlich entwickelten ASEAN-Staaten auf der anderen Seite wollen auf dem riesigen chinesischen Markt mitverdienen.

1,9 Milliarden Menschen leben in der neuen Freihandelsregion, 200 Milliarden Dollar soll das Handelsvolumen noch in diesem Jahr erreichen – es ist damit nach der Europäischen Union und der Nordamerikanischen Freihandelszone der drittgrößte gemeinsame Wirtschaftsraum der Welt .

Fast keine Zölle mehr

Ab sofort wird nun also ein Großteil aller Zölle gestrichen. Für 90 Prozent der Waren im Handel zwischen China und Indonesien, Brunei, Malaysia, den Philippinen, Singapur und Thailand muss 2010 kein Zoll mehr bezahlt werden. Bis 2015 folgen Laos, Vietnam, Kambodscha und Birma. Die übrigen Zölle, unter anderem für Textilien und Elektrogüter, gelten als problematischer und sollen langsamer abgebaut werden.

Indonesier haben Bedenken

Vor allem die Indonesier stehen der neuen Handelszone skeptisch gegenüber: Die Beschäftigten der indonesischen Textil-, Stahl- und Elektroindustrie befürchten, von chinesischen Billigwaren überschwemmt zu werden. Und auch die indonesischen Schuhhersteller sind nicht gerade begeistert. Sie rechnen damit, dass mit der neuen Freihandelszone der Anteil chinesischer Hersteller am indonesischen Markt von derzeit 40 auf 60 Prozent ansteigen wird - damit würden mindestens 400.000 Arbeitsplätze in Indonesien verloren gehen.

Autorin: Miriam Klaussner/ rtr/dpa

Redaktion: Esther Broders

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