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Aktuell Asien

China: Schiff mit 450 Passagieren auf dem Jangtse gesunken

Auf dem Fluss Jangtse in Zentralchina ist ein Schiff mit 458 Insassen gesunken. Bisher konnten nur 15 Überlebende geborgen werden. Aus dem Wrack riefen Menschen um Hilfe. Ein großer Rettungseinsatz lief an.

Rettungskräfte arbeiten auf dem Rumpf des gekenterten Schiffs auf dem Jangtse in China (Foto: Reuters)

Rettungskräfte arbeiten auf dem Rumpf des gekenterten Schiffs auf dem Jangtse in China

Auf dem havarierten Schiff spielten sich anscheinend hochdramatische Szenen ab: Chinesische Staatsmedien berichteten, Helfer hätten aus dem Inneren des vierstöckigen Passagierschiffes Hilferufe gehört. Anscheinend seien dort Überlebende eingeschlossen.

Nach dem Kentern des Schiffes wurden mindestens fünf Todesopfer geborgen. Das Schiff mit dem Namen "Dongfangzhixing" oder "Eastern Star" war nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua mit 406 chinesischen Passagieren, fünf Mitarbeitern von Reiseveranstaltern und 47 Besatzungsmitgliedern unterwegs. Es sei auf dem Weg von Nanking im Osten des Landes in die südwestliche Stadt Chongqing gewesen, als es im Jianli-Abschnitt des Jangtse in der Provinz Hubei gesunken sei.

Schwierige Rettungsarbeiten

Nach Aussage des überlebenden Kapitäns ist das Schiff in einen Zyklon geraten, wie der Staatssender CCTV berichtet. Er sprach von einem Unfall, machte aber keine näheren Angaben. Der Rettungseinsatz auf Chinas längstem Fluss wird laut Xinhua durch starke Winde und heftigen Regen behindert.

Schlechtes Wetter behindert die Rettungs- und Bergungsarbeiten nach dem Unglück auf dem Jangtse (Foto: Reuters)

Schlechtes Wetter behindert die Rettungs- und Bergungsarbeiten nach dem Unglück auf dem Jangtse

Das 76,5 Meter lange Schiff durfte laut CCTV bis zu 534 Menschen an Bord nehmen. Es gehöre einer Firma, die Touren rund um den Drei-Schluchten-Staudamm anbiete. Die Zeitung "Hubei Daily" berichtet unter Berufung auf einen örtlichen Vertreter der Schifffahrtsbehörde, eine Passagiergruppe habe die Schifffahrt über ein Reisebüro in Shanghai gebucht. Es handele sich um Touristen im Alter zwischen etwa 50 und 80 Jahren.

Behörden reagieren schnell

Regierungschef Li Keqiang und sein Stellvertreter Ma Kai machten sich auf den Weg zum Unglücksort. Xinhua meldet weiter, Staatschef Xi Jingping habe einen umfassenden Rettungseinsatz angeordnet. Li habe eine Arbeitsgruppe des Staatsrats beauftragt, die Rettungs- und Bergungseinsätze zu koordinieren.

Die chinesischen Behörden sind darauf bedacht, sich nach derartigen Unglücken nicht den Vorwurf der Untätigkeit einzuhandeln. Im Januar waren bei dem Untergang eines Schleppdampfers auf dem Jangtse im Osten Chinas 22 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen acht Ausländer.

kle/sc/as (afpd, ape, rtre, dpae)

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