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Territorialkonflikte

China protestiert gegen US-Kriegsschiff vor Spratly-Inseln

Reiche Rohstofflager sind verlockend. Vor allem Öl und Gas sollen im Südchinesischen Meer unter der Erde liegen. Das weckt auf allen Seiten Begehrlichkeiten - und befeuert den Inselstreit.

China hat scharf gegen das Manöver eines US-Kriegsschiffes in territorial umstrittenen Gewässern des Südchinesischen Meeres protestiert. Der Zerstörer "USS John S. McCain" (Archivbild) sei illegal in das Seegebiet um ein Riff der Spratly-Inseln eingedrungen, kritisierte der Sprecher des Außenministeriums, Geng Shuang, in Peking. "Ein solches Vorgehen untergräbt ernsthaft Chinas Souveränität und Sicherheit und gefährdet das Personal beider Seiten an der Frontlinie."

China - Außenminister Geng Shuang - PK in Beijing (picture-alliance/newscom/UPI/S. Shaver)

"Washington untergräbt unsere Souveränität": Chinas Außenamtssprecher Geng

Mit der Durchquerung der Zwölf-Meilen-Zone um die von China beanspruchten, künstlich aufgeschütteten Atolle hatten die USA am Donnerstag nach eigenen Worten für die "Freiheit der Schifffahrt" eintreten wollen. Es war das dritte Manöver dieser Art seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar.

"Wir fahren überall, wo es erlaubt ist"

Das internationale Schiedsgericht in Den Haag hatte die weitreichenden Gebietsansprüche Chinas im Südchinesischen Meer vor einem Jahr als unrechtmäßig abgewiesen. Auch die ASEAN-Staaten Philippinen, Brunei und Malaysia sowie Vietnam reklamieren Teile des Seegebiets für sich.

Die Sprecherin der amerikanischen Pazifikflotte, Nicole Schwegmann, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die US-Streitkräfte hielten sich bei ihren täglichen Einsätzen in der asiatisch-pazifischen Region einschließlich des Südchinesischen Meeres stets an internationales Recht. Das amerikanische Militär demonstriere damit, dass es überall dort, wo es völkerrechtlich erlaubt sei, mit Schiffen fahre und mit Flugzeugen fliege.

jj/ml (dpa, ap)

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